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Rhein-Kreis Neuss prüft das Trinkwasser auf den Kirmesplätzen ganz genau

Drei Personen an einem Wasseranschluss

Setzen sich für einwandfreie Trinkwasserleitungen auf den Kirmesplätzen ein

Verbraucherschutz |

Die Schützenfestsaison läuft auf Hochtouren, und der Rhein-Kreis Neuss prüft die Qualität des Trinkwassers auf den Kirmesplätzen auch in diesem Jahr wieder ganz genau. An den  Imbissständen und Getränkewagen sowie in den Bierzelten erfrischen sich schließlich Tausende von Gästen. Die Wasserversorger liefern Trinkwasser in bester Qualität, aber die Schläuche können zum Problem werden. "Wenn die Schläuche etwa in der prallen Sonne liegen und kaum Wasser durch sie fließt, kann es zu einer unerwünschten Vermehrung von Bakterien kommen. Das Wasser bekommt einen unangenehmen Geschmack, und es besteht die Gefahr, dass sich bestimmte Krankheitserreger vermehren", so Karsten Mankowsky, Umwelt- und Gesundheitsdezernent des Rhein-Kreises Neuss.

Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass das Gesundheitsamt die Qualität des Trinkwassers sowie die hygienische Beschaffenheit der Leitungen und der Imbiss- und Getränkewagen auf den Festplätzen stichprobenartig überprüft. Zu diesem Zweck hat der Leiter der Abteilung "Infektionsschutz, Umweltmedizin und TBC-Fürsorge", Siegfried Hauswirth, ein Einsatzteam gebildet. Seine Mitarbeiter Iris Hollaus und Johannes Lembke kontrollieren, ob der Weg vom Hydranten bis zur Entnahmestelle am Wagen des Schaustellers den Vorschriften entspricht. Außerdem veranlassen sie Wasserproben. Schließlich hat der Veranstalter jede Verteilung durch ein zugelassenes Trinkwasserlabor beproben zu lassen. Der Schausteller muss Proben an der Entnahmestelle im Wagen entnehmen lassen, wenn der letzte Test mehr als drei Monate zurückliegt.

 "Es dürfen nur Schläuche verwendet werden, die für Trinkwasser geeignet und nach den einschlägigen Bestimmungen geprüft sind. In den vergangenen Jahren haben aber fast alle Betreiber entsprechende Schläuche beschafft", berichtet Iris Hollaus. Besonders wichtig sei der hygienisch einwandfreie Umgang mit den Schläuchen, weswegen auch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden müsse. "In der Aufbauphase für das größte Schützenfest in Neuss arbeiten wir eng mit dem Ordnungsamt der Stadt und den Stadtwerken zusammen", ergänzt Johannes Lembke. Er zieht eine durchweg positive Bilanz: "Der Rückgang der Zahl der zu beanstandenden Wasserproben bei den vielen im Lauf des Jahres zu prüfenden Veranstaltungen vom Schützenfest bis zum Weihnachtsmarkt zeigt, dass wir deutliche Verbesserungen für den Schutz der Verbraucher erzielt haben."

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