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Wirtschaftliche und persönliche Hilfe des Kreisjugendamtes: Beratung und Unterstützung nach einer Trennung

Teamleiterin Ulrike Schmitz-Doering

Jugend |

Nach einer Trennung stehen Mütter und Väter nicht nur am Anfang eines neuen Lebensabschnitts; häufig kommen auch noch finanzielle Sorgen hinzu. Hilfe bietet in dieser Situation Ulrike Schmitz-Doering mit ihrem Team der Wirtschaftlichen Hilfen und der rechtlichen Vertretung Minderjähriger an.

Kostenlos beraten Anke Claßen, Doris Schwandt und Karsten Troppenz alle Betroffenen bei Fragen rund um Vaterschafts-Feststellung und Unterhalt. Ihr Ziel: Zwischen beiden Parteien vermitteln. "Wir setzen nicht auf Konfrontation, sondern wollen vor allem Vater und Mutter an einen Tisch bringen", betont Abteilungsleiterin Ulrike Schmitz-Doering. "Auf diese Weise versuchen wir, beide Eltern für das Kind zu erhalten."

Fingerspitzengefühl ist bei solchen Begegnungen gefragt, aber auch Fachwissen, das die Verwaltungsmitarbeiter sich unter anderem in Fortbildungen angeeignet haben. In Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen haben die Mitarbeiter der Beistandschaften allein im letzten Jahr mehr als 500 Fälle bearbeitet. Vor fünf Jahren waren es noch rund 450 Fälle jährlich. Denn immer mehr Paare trennen sich, und immer mehr Alleinerziehende haben Fragen zu Unterhaltszahlungen.

Um finanzielle Unterstützung kümmert sich die Abteilung Unterhaltsvorschuss im Kreisjugendamt. Anne Fischer und Simone Wingerath veranlassen diese Vorschusszahlungen an Alleinerziehende von Kindern bis zu 12 Jahren. "Wenn die Väter zahlungsfähig sind, fordern wir dieses Geld zurück", berichtet Ulrike Schmitz-Doering. Während diese Rückholquote NRW-weit bei 19 Prozent liegt, erreicht das Kreisjugendamt, das für Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen zuständig ist, zurzeit eine Quote von 27 Prozent bei rund 680 Fällen pro Jahr.

Eng arbeiten Gertrud Engels, Julia Loskant und Doris Schwandt  von der Wirtschaftlichen Jugendhilfe mit ihren Kollegen von der Jugend- und Familienhilfe zusammen. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes sowohl als Amtsvormund als auch als Amtspfleger im Einsatz, wenn Eltern das Sorgerecht nicht selbst wahrnehmen können.

Ulrike Schmitz-Doerings Team profitiert davon, dass hier neben Verwaltungsfachkräften auch Pädagogen tätig sind. Sie selbst ist neben ihrer Ausbildung als Verwaltungsbeamtin auch Soziologin. "Wenn die Menschen in einer schwierigen Situation zu uns kommen, interessieren meine Mitarbeiter und ich uns zum einen für die verwaltungstechnischen Fragen, schauen aber auch sehr genau auf die persönliche Situation", betont die 47-Jährige.

Allgemeine Informationen zu den Leistungen des Kreisjugendamtes gibt es auf der Internetseite www.rhein-kreis-neuss.de/jugendamt. Fragen zu den Wirtschaftlichen Hilfen und der rechtlichen Vertretung eines jungen Menschen als Beistand, Vormund oder Pfleger beantworten die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes unter Telefon 02161 6104-5140.

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