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Partnerschaften für den Schutz des Klimas: Rhein-Kreis Neuss und Solano in Berlin

Zwei Personen

Gemeinsam für den Klimaschutz

Partnerschaften |

Der Rhein-Kreis Neuss und seine kolumbianische Partnergemeinde Solano haben in Berlin gemeinsam für den Klimaschutz geworben. Mit den Vertretern von 13 weiteren Klimapartnerschaften präsentierten sie ihr Handlungsprogramm im Roten Rathaus. Der internationale Workshop war Teil der Initiative "50 Klimapartnerschaften bis 2015", die auf die Aktion "Kommunen in der Einen Welt" und die Landesarbeitsgemeinschaft "Agenda 21 NRW" zurückgeht.

Die Delegationen aus dem Rhein-Kreis Neuss und der Gemeinde Solano wurden von Landratsvertreter Jürgen Steinmetz und Bürgermeister Eliseo Murillo Criollo angeführt. Zentrales Thema der Zusammenkunft  waren die Fortführung der Klimapartnerschaften und die Entwicklung eines Zeitplans für die in den nächsten zwei Jahren anstehenden Aktivitäten. Einen intensiven Austausch der mehr als 120 Fachleute garantierten Simultan-Übersetzer in Spanisch, Portugiesisch und Englisch. 

"Unsere Klimapartnerschaft erfährt auf beiden Seiten des Atlantiks große Anerkennung und Zustimmung", so Steinmetz am Rande der Tagung. Er ist sicher, dass die guten Kontakte mit den Menschen in Kolumbien weit über den Projektzeitraum hinausreichen werden. Zu den Kernpunkten des gemeinsamen Handlungsprogramms gehört die Verbesserung der Lebensqualität in Solano - klimaneutral durch den Einsatz erneuerbarer Energien, vor allem Photovoltaik. Bis 2016 soll dort nach Bio-Richtlinien erzeugter und fair gehandelter Kakao als edle "Klimapartnerschafts-Schokolade" im Rhein-Kreis Neuss erhältlich sein. Die Unterstützung der Indigenen bei der Gründung eines Dachverbands, der ihre Interessen wirkungsvoll vertritt und mit einer Stimme spricht, zählt außerdem zu den Anliegen der Aktivposten. Die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit für die Ziele der Klimapartnerschaft sowie der Wissenstransfer auf den Gebieten der Abfallwirtschaft und der Rekultivierung schließen den Kreis der Bemühungen.

"Besonderen Wert legen wir auf die Schulung von einheimischen Fachkräften vor Ort, damit die zum Beispiel bei der Stromversorgung erreichten Verbesserungen auch langfristig erhalten bleiben", erläutert Projekt- und Planungsamtsleiter Marcus Temburg. Gerade die Nachhaltigkeit sei schließlich ein zentrales Anliegen der Klimapartnerschaften zwischen deutschen und lateinamerikanischen Kommunen.

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