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Elektro- und Elektronikschrott: Wohin damit?

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Die Annehmlichkeiten unserer hochtechnisierten Welt sind so vielfältig wie nie zuvor: ob Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik oder die einem rasanten Wandel unterworfene Kommunikationstechnik - sie alle erleichtern uns vieles vom privaten Alltag bis zum Berufsleben. Aber wohin mit ausgedienten Kühlschränken, Waschmaschinen, Fernsehern, Notebooks oder Smartphones? Alte Handys und Computer dürfen auf jeden Fall nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. Wie andere Elektrogeräte müssen auch sie professionell entsorgt werden, informiert das Kreisumweltamt. Und dafür gibt es mehrere Wege.

"Wenn die Geräte noch voll funktionstüchtig sind, ist eine weitere Verwendung das sinnvollste", empfiehlt Karsten Mankowsky, Umweltdezernent des Rhein-Kreises Neuss. "Vielleicht befindet sich im Freundes- oder Bekanntenkreis jemand, der gerade ein solches Gerät benötigt." Auch soziale Organisationen nehmen alte Kommunikationselektronik oft gerne entgegen, um sie entweder in den eigenen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen oder an Leute mit schmalem Geldbeutel weiterzuverschenken. Alte Handys oder Computer können auch verkauft werden. Intakte Geräte können zudem als Reserve behalten werden, falls etwa ein Handy verloren geht oder gestohlen wird oder ein Computer den Geist aufgibt.

Besteht keine Möglichkeit der Weiterverwendung, so müssen die Altgeräte ordnungsgemäß entsorgt werden. Dafür gibt es zwei Varianten: zum einen die Rückgabe an Hersteller oder Vertreiber, sofern diese entsprechende Rücknahmemöglichkeiten anbieten; zum anderen können die Geräte den Entsorgungsträgern im Rahmen der kommunalen Abfallentsorgung übergeben werden.

Für die Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Kreis Neuss bestehen dabei folgende, für sie kostenlose Möglichkeiten: die Abgabe an den Kleinanlieferstationen der Deponien Neuss-Grefrath und Grevenbroich-Neuenhausen, die Abgabe von Kleingeräten mit einem Durchmesser von weniger als 20 Zentimetern am Haushalts-Schadstoffmobil und die Erfassung durch die Städte und Gemeinden im Rahmen der Sperrmüllabfuhr. Hierzu ist eine Terminanmeldung erforderlich. Einzelheiten sind in den jeweiligen kommunalen Abfallkalendern zu finden.

Die so erfassten Altgeräte gelangen alle zur Sammelstation auf der Neusser Deponie. Dort werden Schadstoffe entfernt, verwertbare Bestandteile abgetrennt und wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt. "Einen Großteil der Geräte", so Karsten Mankowsky, "vermarktet der Kreis selbst, da hierfür bei den Verwertungsanlagen noch gute Erlöse erzielt werden können. Die Einnahmen helfen mit, die Abfallgebühren relativ stabil zu halten."

Norbert Clever, Leiter des Kreisumweltamtes, bittet alle Besitzer von entsprechenden Altgeräten, die ordnungsgemäßen Entsorgungswege zu nutzen. Nur so könne sichergestellt werden, dass eine fachgerechte Zerlegung erfolgt. Er warnt davor, alte Elektrogeräte an fahrende Metallschrotthändler abzugeben. Sie seien nicht befugt, Elektroschrott mitzunehmen. Hier bestehe die Gefahr, dass bei unsachgemäßer Zerlegung, Schadstoffe in die Umwelt gelangten. Als besonders umweltschädlich nennt Clever in diesem Zusammenhang das Kältemittel FCKW aus Kühlschrankkompressoren. "Von der Klimaschädlichkeit her ist der unsachgemäße Ausbau eines einzigen Kompressors mit einer Autofahrt von über 20.000 Kilometern vergleichbar", macht Clever deutlich.

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