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Mehr als 10 000 Aufrufe der Gesundheits-App: Wie schütze ich mich gegen multiresistente Keime?

3 Personen mit Smartphone

Gesundheit |

Wie können sich Patienten, Angehörige, Ärzte und Pfleger gegen multiresistente Keime schützen? Das zeigt seit knapp zwei Jahren eine kostenlose Internet-Anwendung des Rhein-Kreises Neuss und des euregionalen Netzwerks EurSafetyHealth-Net. In kurzen Video-Clips werden geeignete Hygienemaßnahmen anschaulich dargestellt. Seit wenigen Monaten ist die App nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Russisch, Polnisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Englisch und Niederländisch verfügbar. Die so genannte MRSA-App wurde insgesamt bereits mehr als 10 000 Mal aufgerufen.

MRSA - diese Abkürzung steht für "Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus", einen Problemkeim, der insbesondere in Krankenhäusern und Altenheimen schwere Infektionen hervorrufen und mit nur noch wenigen Antibiotika behandelt werden kann. Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr erklärt: Patienten, die sich einer stationären Behandlung unterziehen, können einen solchen Erreger von zuhause unwissentlich mit in die Klinik bringen. Um eine Weiterverbreitung im Krankenhaus auszuschließen, werden Patienten bei der Aufnahme routinemäßig untersucht." Bei einem positiven Befund warten auf den Betroffenen eine Spezialbehandlung und Quarantäne.

Zahlreiche Nachfragen von Bürgern beim Kreisgesundheitsamt zeigen, dass zum Thema MRSA großer Informationsbedarf besteht. Mit Hilfe der MRSA-App erhalten sowohl Patienten und deren Angehörige als auch Ärzte, Pflegekräfte in Altenheimen und Krankentransportdienste wichtige Informationen über multiresistente Keime.

Die MRSApp gibt es kostenlos für alle Smartphones.

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