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Kreisordnungsamt: Willi Keßel hat das 50. Einsatzfahrzeug beschafft

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Willi Keßel vom Kreisamt für Sicherheit und Ordnung hat das 50. Einsatzfahrzeug beschafft

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Hinten ganz rechts am neuesten Rettungswagen im Rhein-Kreis Neuss prangt ein kleiner Aufkleber: "Willi's 50." steht darauf, von einem Lorbeerkranz umrahmt, geschrieben. Und das hat einen guten Grund: Willi Keßel vom Amt für Sicherheit und Ordnung hat mit dem Mercedes-Sprinter das inzwischen 50. Einsatzfahrzeug seiner Laufbahn beschafft. Der 57-Jährige aus Steinforth-Rubbelrath nahm das Jubiläum gern zum Anlass für eine kleine Rückschau.

"Der erste Rettungswagen, den ich 1992 beschafft habe, hat etwa  81 000 D-Mark gekostet. Das war eher ein umgebauter Lastwagen", erinnert sich Keßel. Und heute? "Wenn der neueste Wagen voll ausgerüstet ist, rollen da 250 000 Euro über die Straße", weiß der Kreisamtsinspektor. Keßel arbeitet seit 1981 für den Rhein-Kreis Neuss, ist in der Produktgruppe 32.4 ("Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst, Leitstelle, Katastrophenschutz") beschäftigt und seit 1991 für die Beschaffung von Einsatzleit-, Rettungs- und Krankentransportwagen zuständig.

Den Fortschritt macht Keßel an Motorisierung ("195 PS") und Ausstattung ("Automatikgetriebe") der 50. Neuanschaffung deutlich. Der Wagen für das Deutsche Rote Kreuz ist jetzt an der Rettungswache Grevenbroich neben dem Kreiskrankenhaus St. Elisabeth stationiert. "Er hat viel mehr PS als die Vorgängermodelle und ist viel patientenfreundlicher durch Federung, Getriebe und Einrichtung. Da klappert nichts", sagt der Fachmann. Dabei kommt nur das Fahrgestell von Mercedes, für den sogenannten Kofferaufbau hat ein Spezialunternehmen gesorgt. Was Keßel besonders wichtig ist: "Wir möchten beim Kauf möglichst auf die Notärzte und Rettungsassistenten eingehen, denn das ist schließlich deren Arbeitsplatz."

Und so bekommt Keßel viele Hinweise, was benötigt wird: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst berichten ihm, was technisch sein muss. Und Marc Zellerhoff, der Ärztliche Leiter Rettungsdienst beim Rhein-Kreis Neuss, informiert über das medizinische Anforderungsprofil eines neuen Gefährts. Der Ausschreibung, die ab dem Kauf von zwei Wagen europaweit erfolgen muss, folgt die Prüfung der Angebote. "Nicht immer das günstigste Angebot gewinnt, denn wir müssen ja beispielsweise auch die Folgekosten berücksichtigen", so Keßel, der dann mit Produktgruppenleiterin Birgit Niesen die endgültige Kaufentscheidung fällt.

Willi Keßel ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er hat 17 Jahre im Kirchenchor in Steinforth-Rubbelrath gesungen und ist dort seit 2005 Präsident der St.-Sebastianus-Bruderschaft, die auch das Schützenfest ausrichtet. Seine Freizeit widmet er am Liebsten seiner Familie, seinem Garten und der Dorfgemeinschaft.

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