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Tag der Organspende am 7. Juni: Lebertransplantierte im Kreisgesundheitsamt

Organspende im Blick (von links): Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, Ulrike Montini und Dr. Michael Dörr, der Leiter des Kreisgesundheitsamtes

Gesundheit |

An den 3. Juli 2009 kann sich Ulrike Montini aus Jüchen noch gut erinnern, denn an diesem Tag erhielt sie ein neues Organ von einem Spender. Die Transplantation war aufgrund einer Vorerkrankung lebensnotwendig geworden. Im Universitätsklinikum Essen wurde ihr eine Leber transplantiert.

Im Vorfeld des Tages der Organ­spende am 7. Juni nahm Montini eine Einladung von Kreisgesundheits­dezernent Karsten Mankowsky und Dr. Michael Dörr, dem Leiter des Gesundheits­amts, an und berichtete über ihre Erfahrungen. Sie war kürzlich im Internet auf ein Gespräch zwischen Dörr und dem Ärztlichen Leiter des Kreiskrankenhauses Grevenbroich, Dr. Friedrich-Wilhelm Korsten, aufmerksam geworden, das zum Thema der Organspende aufgezeichnet worden war (www.rhein-kreis-neuss.de/gesundheitskalender).

Seit mehreren Jahren ist Ulrike Montini im Patientenverband "Lebertransplantierte Deutschland" aktiv. Sie bedauert sehr, dass immer weniger Menschen bereit sind, Organe zu spenden. Daher sieht sie es als wichtige Aufgabe an, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen und diese abzubauen. Damit meint die Jüchenerin vor allem die Vorbehalte vieler Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf die Todesfeststellung und den Organspende-Skandal.

"Menschen im Rhein-Kreis Neuss, die sich für Organspende interessieren, finden in der Regionalgruppe Düsseldorf/Neuss der Lebertransplantierten und Frau Montini kompetente Ansprechpartner," ist sich Dezernent Mankowsky sicher. Außerdem weist er auf die im Gesundheitsamt ausliegenden Organspende-Ausweise hin.

In der neuen Ausgabe des Magazins "Lebenslinien" bespricht Montini auch das lesenswerte Buch von David Wagner mit dem Titel "Leben". Der lebertransplantierte Autor erhielt erst im vergangenen Jahr den großen Buchpreis in Leipzig. "Die Lektüre dieses Werkes ist auch eine Art Auseinandersetzung mit einem Thema, das noch stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden sollte", heißt es. Nähere Informationen gibt Ulrike Montini unter Telefon 0157/32500918.

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