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Kreisarchiv sucht Dokumente vom Ersten Weltkrieg

Brotkarte

Diese Brotkarte dokumentiert das damalige Leben

Kultur |

Mit einer Ausstellung erinnert das Archiv im Rhein-Kreis Neuss im Juni an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Dafür sucht Archivleiter Dr. Stephen Schröder noch Dokumente vom alltäglichen Leben sowie Bilder und schriftliche Unterlagen über die Besatzungszeit. "Viele Bürger haben uns schon Dokumente zur Verfügung gestellt, auch sehr persönliche Sachen sind dabei wie eine Papprolle, in der eine Todesnachricht von der Front überbracht wurde", berichtet er. "Doch wir wollen nicht nur das Leben der Soldaten darstellen, sondern auch das Leben an der sogenannten Heimatfront."

Gesucht werden noch Fotos aus der Zeit zwischen 1914 und 1918, die das Leben in Dormagen und in Rommerskirchen zeigen - zum Beispiel Menschen bei der Arbeit in der Zuckerfabrik, bei Bayer oder in der Landwirtschaft, Jugendliche zum Beispiel als Erntehelfer, Verwundete im Stadtbild, Menschen beim Einkaufen, patriotische und kirchliche Veranstaltungen sowie Krankenhäuser und Lazarette. Darüber hinaus würde das Kreisarchiv gern Utensilien aus dem Alltag zeigen, von Haushaltsbüchern über Lebensmittelkarten und Vereinsunterlagen bis hin zu Briefen an die Front.

Bisher wenig Material liegt Dr. Stephen Schröder und seinem Team aus der Zeit nach 1918 vor. Die Archivmitarbeiter sind insbesondere auf der Suche nach Fotos von ausländischem Militär in Dormagen. Interessant für die Ausstellung sind auch Schriftwechsel mit Besatzungsstellen und ausgestellte Pässe.

Wer auf dem Speicher oder in seinen Schränken interessante Dokumente aus der Zeit von vor 100 Jahren findet, kann sie als Leihgabe dem Museum zur Verfügung stellen. Weitere Informationen gibt es im Kreisarchiv unter Telefon 02133 530210.

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