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Hilfen zur Erziehung: Kreisjugendamt setzt auf ambulante Maßnahmen

Erfolgreiches Sparen bei den Hilfen zur Erziehung: Tillmann Lonnes, Jugenddezernent des Rhein-Kreises Neuss

Jugend |

Während die Kosten für die so genannten Hilfen zur Erziehung bundesweit dramatisch gestiegen sind, steuert das Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss erfolgreich einen anderen Kurs. "Unser Konzept ist aufgegangen. Durch den Ausbau der ambulanten Hilfen konnten wir nachweisbar die Kosten bei den stationären Hilfen im Vergleich zu anderen Kreisjugendämtern verringern", so der zuständige Dezernent Tillmann Lonnes im Jugendhilfeausschuss. Jugendamtsleiterin Marion Klein nannte konkrete Zahlen: Der Median bei den durchschnittlichen Kosten aller stationärer Hilfearten für Kinder und Jugendliche im Alter von bis zu 20 Jahren liegt bei 273,25 Euro, der Höchstwert bei 352,18 Euro pro Tag. "Wir haben dagegen mit 215,41 Euro das beste Ergebnis aller Teilnehmer beim Jugendhilfe-Vergleichsring der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement erzielt", so Klein.

Das Kreisjugendamt prüft schon lange, welche Möglichkeiten es gibt, Kosten zu senken und dennoch eine qualitativ hochwertige und zielführende Arbeit zu gewährleisten. Es steuert durch präventive und ambulante Hilfen gegen und überprüft die eigenen Konzepte auf deren Wirksamkeit. Die Teilnehmer beim Jugendhilfe-Vergleichsring der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement sind allesamt Kreisjugendämter mit vergleichbaren Rahmenbedingungen und sehr guten Ergebnissen.

"Unser Erfolg ist nicht nur in finanzieller Hinsicht erfreulich, sondern kommt auch den betroffenen Familien zu Gute, da jede Intervention durch das Jugendamt eine Belastung darstellt und die Familien im Erleben ihrer eigenen Lösungskompetenzen schwächt", so Marion Klein. Sie und ihre Kollegen wollen dazu beitragen, dass sich Familien als handlungsfähig wahrnehmen und eigene Strategien entwickeln können. "Dies ist uns mit dem Ausbau ambulanter Hilfen gelungen", sagt Klein. Die neuen Zahlen zeigten, dass das Ziel der wirkungsvollsten Hilfe nicht im Widerspruch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit finanziellen Ressourcen stehe.

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