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Neujahrspressegespräch mit Landrat und Vertreter: Mehr Menschen in Arbeit bringen

Zwei Personen vor einem Schild

Mehr Menschen in Arbeit zu bringen

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"Die Reduzierung der Zahl der Arbeitslosen hat 2014 Priorität." Mit diesen programmatischen Worten eröffneten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und sein Allgemeiner Vertreter, Jürgen Steinmetz, im Kreishaus Neuss ihren Ausblick auf das neue Jahr. Beim Pressefrühstück mit fair gehandelten Produkten betonten sie aber auch, dass die Menschen im Rhein-Kreis Neuss Grund zur Zuversicht haben. Denn die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigungen ist mittlerweile auf das Rekordniveau von über 132 000 gestiegen; der Wirtschaft geht es gut.

Hartz IV könne jedoch keine Lebensperspektive sein, so der Landrat. Hintergrund ist, dass die Zahl der von Hartz VI betroffenen Menschen im Rhein-Kreis Neuss seit Jahren stagniert: Es gibt rund 15 000 so genannte Bedarfgemeinschaften - also rund 30 000 Menschen, die von langfristigen Sozialleistungen abhängig sind. Für den diesjährigen Kreishaushalt macht das über 72 Millionen Euro aus.

"Unser oberstes Ziel für die Menschen in unserer Heimat bleibt, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und neue Beschäftigungschancen zu schaffen", sagte Petrauschke. "Mit 6,4 Prozent Arbeitssuchendenquote geben wir uns nicht zufrieden. Und wir wollen auch keinen der von Hartz IV Betroffenen aufgeben." Nachdem mit dem Jobcenter-Neubau am Neusser Hauptbahnhof und der Einrichtung eines Call-Centers hier die Rahmenbedingungen deutlich verbessert worden seien, erwarten Petrauschke und Steinmetz nun auch mehr Vermittlung und mehr Integration.

Außerdem wird vom Kreis derzeit ein neues Handlungskonzept "Pro Arbeit" und ein neues Wirtschaftsförderungskonzept erstellt. Besondere Bedeutung habe 2014 zudem der neue Regionalplan der Landesregierung, und zwar nicht nur für die Ausweisung bedarfsorientierter Gewerbeflächen, sondern auch im Hinblick auf die Schaffung von mehr Wohnraum. So könnten die Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln die prognostizierten Bevölkerungszuwächse nicht allein aufnehmen, erläuterte Landrat Petrauchke, der dies mit Blick auf den demographischen Wandel als eine Chance sieht, die die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss nutzen sollten.

Gute Chancen "gemeinsam vorhandene Stärken zu stärken" sehen Petrauschke und Steinmetz auch für das Sportjahr 2014. So kündigten sie an, dass der Kreis 900 000 Euro für den Ausbau der Außenanlage des erfolgreichen Sportinternats Knechtsteden als NRW-Sportschule investieren wird. Außerdem soll das Sportforum Büttgen Bundesstützpunkt Radfahren werden.

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