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Startschuss für neue Entwicklungssimpulse in der Region Köln/Bonn

Blick ins Auditorium: Rund 150 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung aus der Region Köln/Bonn informierten sich über die europäischen Förderprogramme

Finanzen |

Im Oktober 2014 startet die neue EU-Förderperiode in Nordrhein-Westfalen mit den ersten Leitmarktwettbewerben. Der Startschuss für die Region Köln/Bonn ist bei der regionalen Auftaktveranstaltung Mitte September 2014 im Leverkusener Forum gefallen: Rund 150 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung aus der Region Köln/Bonn informierten sich über Möglichkeiten und Anforderungen, die die europäischen Förderprogramme für die Region bedeuten. Eingeladen hatte der Region Köln/Bonn e.V., der in Zusammenarbeit mit der Landesregierung Projekte und Initiativen zur regionalen Entwicklung zwischen Kommunen und Landesverwaltung anstößt und koordiniert.

Als Spitzenvertreter der Landesregierung gab Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky aus dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen einen Überblick über die Ziele und den Umfang der neuen Förderprogramme.

"Mit der neuen EU-Förderperiode stehen bis 2020 in Nordrhein-Westfalen allein aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 1,2 Mrd. EUR europäische Mittel zur Verfügung", erläuterte er. Jeder Euro aus diesem Fonds werde mit einem weiteren Euro von Land, Kommunen und Unternehmen ergänzt, so dass am Ende mehr als 2,4 Mrd. EUR Investitionen in die Regionen in NRW fließe. Die Förderung innovativer Ansätze sei dem Land dabei sehr wichtig. Damit es für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver wird sich zu beteiligen, werde der Verwaltungsaufwand verringert. "Wir haben die Verfahren zum Abrufen der Fördermittel deutlich vereinfacht", betonte Horzetzk¬y. "So werden Abrechnungen mit Hilfe von Pauschalen ermöglicht, eine einheitliche Richtlinie mache die Förderbedingungen transparenter und deutlich weniger Verwaltungsstellen werden beteiligt."

Schwerpunkte des EFRE-Programms sind die Unterstützung von Innovationen insbesondere in den Leitmärkten, die Gründungs- und Mittelstandsförderung, Klimaschutz sowie soziale Vorbeugung und Armutsbekämpfung in Quartieren. Bei der Innovationsförderung konzentriert sich das Land auf 8 Leitmärkte. Als erstes startet der Leitmarktwettbewerb "Medien und Kreativwirtschaft" im Oktober 2014. Weitere Wettbewerbe folgen bis Juni 2015 für die Bereiche Klimaschutz und Energiewende, Neue Werkstoffe, Gesundheit, Maschinen und Anlagenbau/Produktionstechnik, Mobilität und Logistik, Life Science und Informations- und Kommunikationswirtschaft. Hinzu kommen in den nächsten Monaten der Aufruf Regio.NRW und Projektaufrufe zur präventiven Stadtentwicklung, zum Tourismus und zur Fachkräftesicherung.

"Um mit guten Projekten aus der Region Köln/Bonn in den Förderwettbewerben erfolgreich zu sein, ist die regionale Kooperation von Kommunen, Unternehmen und Hochschulen sehr wichtig", betonte Dr. Reimar Molitor, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn e.V. Viele Herausforderungen wie Flächennutzung, Klimaschutz oder Mobilität könnten am Besten in regionaler Abstimmung angegangen werden. Der Region Köln/Bonn e.V. vermittle zwischen den Zielen und Anforderungen des Landes sowie den Ideen und Bedarfen der Kommunen und Unternehmen der Region, um regional wirksame Projektideen voranzubringen. Das Team der Geschäftsstelle verfüge über langjährige Erfahrung in der Begleitung von Förderprojekten und biete den Kommunen und anderen potentiellen Projektträgern aus der Region Unterstützung bei der Entwicklung und Beantragung von Förderprojekten an.

In einer Podiumsdiskussion mit Vertretern des Städtebau- und des Umweltministeriums des Landes sowie aus den Kommunen wurden die Perspektiven der neuen EU-Förderperiode diskutiert. Hierbei machten die kommunalen Vertreter deutlich, dass ihre Bedarfe wie etwa die Brachflächensanierung zur Gewinnung von Flächen in der Wachstumsregion, die Stadt-Umland-Kooperation oder auch die Innovationsförderung für kleine und mittelständische Betriebe wichtige Förderziele seien, bei denen die lokalen Akteure schon in den Startlöchern stünden.

"Wir erwarten uns von regional abgestimmten Projekten wichtige Entwicklungsimpulse für die Region Köln/Bonn", schloss Dr. Molitor. "Jetzt sind alle Akteure in der Region aufgerufen, gute Projektideen für die Förderwettbewerbe in den kommenden Monaten zu entwickeln. Wir helfen gerne dabei."

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