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Landrat Hans-Jürgen Petrauschke © M. Schiffer | Volle Größe

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Landrat und DGB-Kreisvorsitzender zu Hartz IV: "Mehr Menschen in Arbeit bringen"

Soziales |

Bundesweit lag der Anteil der Hartz-IV-Empfänger an der Bevölkerung im November 2013 bei 7,5 Prozent - in Nordrhein-Westfalen bei 9,1 Prozent. Wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und der Vorsitzende der DGB-Kreisverbands Neuss, Hubert Esser, am Rand der Sitzung des Verwaltungsrates der Arbeitsagentur Mönchengladbach betonten, ist die Situation im Rhein-Kreis Neuss besser als in anderen vergleichbaren Regionen - aber, so ihre gemeinsame Position: "Wir dürfen keinen der von Hartz IV betroffenen Menschen aufgeben."

Im Rhein-Kreis Neuss liegt das Hartz-IV-Risiko bei 7,1 Prozent - damit ist die Situation im Vergleich zur unmittelbaren Umgebung mit den Großstädten Duisburg (15,0), Düsseldorf (11,1), Köln (11,5) oder Mönchengladbach (15,1) deutlich günstiger. "Während die Arbeitslosigkeit allgemein zurückgegangen ist, stellen wir eine nahezu konstante Zahl von etwa 15.000 Hartz IV-Bedarfsgemein-schaften mit rund 30.000 hilfsbedürftigen Menschen bei uns fest", berichtet Petrauschke. "Damit können wir nicht zufrieden sein." Petrauschke und Esser wollen sich deshalb auch im Jobcenter für weitere Verbesserungen einsetzen und Druck ausüben. Es gelte, alle Chancen zu nutzen und alle - Arbeitsagentur, Unternehmen, Gewerkschaften, Kommunen sowie freie Träger - zu mobilisieren, um mehr Menschen in Arbeit zu bringen.

Gemeinsam mit Esser hebt Petrauschke die Wichtigkeit von Fachkräften für die Wirtschaft hervor, wobei Bildung und Qualifizierung auch aus sozialer Sicht besondere Bedeutung zukomme: "Untersuchungen zeigen, dass zwischen der persönlichen Qualifikation und dem Risiko, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, ein enger Zusammenhang besteht."

So wirbt der Landrat auch für eine solide Qualifizierung von Anfang an: "Die duale Berufsausbildung ist eines der erfolgreichsten Elemente des deutschen Bildungs­systems. Eine duale Ausbildung - also Berufsausbildung im Betrieb wie auch in der Berufsschule - bildet immer noch einen hervorragenden Startpunkt für einen erfolgreichen Berufsweg."

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