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Rhein-Kreis Neuss und niederländisches Generalkonsulat - Korridorkonferenz Logistik "TEN-TO Connect"

Erörterten auf Schloss Dyck Logistikfragen

Wirtschaft |

Am 4. Dezember 2013 nutzten rund 120 deutsche und niederländische Unternehmer auf Schloss Dyck im Rhein-Kreis Neuss die Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten und Chancen einer Zusammenarbeit in der Logistikwirtschaft zu informieren und auszutauschen. Veranstaltet wurde die Korridorkonferenz zum Thema "Nachhaltige Zusammenarbeit in der Logistik - Niederlande - Nordrhein-Westfalen" vom Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande, dem Rhein-Kreis Neuss, der Provinz Gelderland und der NRW.International GmbH.

Ziel war, zu erörtern, welche Auswirkungen das Güterverkehrswachstum auf die wirtschaftliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden hat und welche Chancen sich daraus für die hiesigen Unternehmen, den Arbeitsmarkt und die Wertschöpfung im gemeinsamen Wirtschaftsraum ergeben.

"Die Logistik ist sowohl im Rhein-Kreis Neuss und der Region als auch in den Niederlanden eine der Schlüsselbranchen und wesentlicher Grund dafür, warum die Niederlande der wichtigste Handelspartner Nordrhein-Westfalens ist", berichtet Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. "Auf uns kommt in den nächsten Jahren ein gigantisches Güterverkehrswachstum zu, das vor allem von den Seehäfen in Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam kommen wird. Unser gemeinsames Ziel muss es daher sein, von dieser Entwicklung zu profitieren, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Zusammenarbeit der Logistikwirtschaft zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen zu forcieren. Denn Logistik macht nicht an kommunalen Grenzen halt", so Petrauschke weiter. 

Das stetig wachsende Verkehrsgüteraufkommen stellt Politik und Wirtschaft unserer beiden Länder vor neue Herausforderungen", so der Generalkonsul der Niederlande, Dr. Henk Voskamp. "Vor dem Hintergrund globaler Entwicklungen ist eine intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit von großer Bedeutung. Dazu bedarf es leistungsfähiger, grenzüberschreitender Verkehrswege. Denn eine gute Infrastruktur ist Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum", so Voskamp weiter.

"Die Europäische Kommission schätzt, dass allein der Güterverkehr bis 2050 um 80 Prozent steigen wird. Ein Großteil dieser Güterströme führt nach oder durch Nordrhein-Westfalen, denn hier verlaufen die wichtigsten europäischen Routen. Die Stärkung des transeuropäischen Netzes ist sowohl für die Niederländer als auch für uns in Nordrhein-Westfalen von essentieller Bedeutung. Aufgaben erledigt man in der Regel besser miteinander, daher freue ich mich, dass wir unsere gemeinsamen Interessen weiter bündeln, um auch die gewaltigen Verkehrsströme in der Zukunft zu bewältigen", begrüßt auch Gunther Adler, Staatssekretär für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen die Initiative.

Nach den Begrüßungsworten von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der Deputierten für Mobilität, Wirtschaft, Umweltschutz und Genehmigungen der Provinz Gelderland, Conny Bieze, sowie des Staatssekretärs im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Gunther Adler, startete die Konferenz mit dem Keynote-Vortrag von Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments und stv. Vorsitzender des "Rail Forum Europe", zu künftigen Herausforderungen an die Logistikwirtschaft in den Niederlanden und in Nordrhein-Westfalen.

In den beiden anschließenden Podiumsdiskussionen mit namhaften niederländischen und deutschen Unternehmern wurden zum einen die Chancen und Herausforderungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Korridor Niederlande - Nordrhein-Westfalen herausgearbeitet und zum anderen über die Frage der Fachkräftesicherung in der Verkehrswirtschaft diskutiert, die vor dem Hintergrund eines steigenden Fachkräftebedarfes und einer sinkenden Zahl an verfügbaren Arbeitskräften auf beiden Seiten der Grenze immer dringlicher wird.

"Die Veranstaltung ist ein gelungener erster Aufschlag um die Logistikwirtschaft auf beiden Seiten der Grenze enger zusammen zu bringen", sind sich der Landrat Petrauschke und der niederländische Generalkonsul Dr. Henk Voskamp einig.

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