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Sozioökonomisches Monitoring der Hochschule Niederrhein: Rhein-Kreis Neuss punktet mit der Wirtschaft

V.l.: Einen ersten Blick auf das sozioökonomische Monitoring warfen (v.l.) Dr. Hans-Ulrich Klose, Jürgen Steinmetz, Siegfried Henkel, Marcus Mertens und Fabian Kreutzer

Soziales |

Positive Zahlen von der ökonomischen Leistungskraft und den Arbeitsmarkt­gegebenheiten über Integration und sozialen Lage bis hin zur medizinischen Versorgung für den Rhein-Kreis Neuss liefert eine Untersuchung zum sozioökonomischen Monitoring. Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats, der Erste stellvertretende Landrat Dr. Hans-Ulrich Klose, Kreissozial­amtsleiter Siegfried Henkel und Marcus Mertens vom Kreissozialamt sowie Fabian Kreutzer von der Hochschule Niederrhein stellten die Ergebnisse der Untersuchung vor. Die rund 200 Seiten umfassende Studie des Niederrhein Instituts für Regional- und Strukturforschung (NIERS) der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach liefert Zahlen sowohl für den Kreis als auch für seine acht Kommunen.

"Durch den direkten Vergleich mit anderen Kreisen und Städten, die ähnliche Voraussetzungen wie wir haben, können wir wichtige Entwicklungen nachvollziehen und verfügen über eine Erfolgskontrolle", erläuterte Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats. Gemeinsam mit Dr. Hans-Ulrich Klose betonte er, dass die Politik die Ergebnisse des Monitorings als Entscheidungshilfe nutzen solle.

Leistungsfähige Wirtschaft

"Die große Stärke des Rhein-Kreises Neuss liegt in der Wirtschaft", so Fabian Kreutzer von der Hochschule Niederrhein. Der Rhein-Kreis Neuss verfüge über eine überaus produktive und leistungsfähige Wirtschaft, die den Einwohnern Wohlstand und eine hohe Kaufkraft sichere. Seit Jahren liegt das Bruttoinlands­produkt je Erwerbstätigem im Rhein-Kreis Neuss (2009: 78.067) über dem NRW-Landesdurchschnitt (2009: 60.244) und an der Spitze der im Monitoring gewählten deutschen Vergleichsregionen. Die Leistungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft zeigt sich darüber hinaus dadurch, dass die Industriebetriebe des Rhein-Kreises fast die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland erzielen.

Die positiven ökonomischen Bewertungen liefern eine Erklärung dafür, dass der Rhein-Kreis Neuss im Vergleich zum Land günstige Arbeitsmarktgegebenheiten hat. Die Arbeitslosenquote ist niedriger als im übrigen NRW und in den letzten Jahren gesunken.

Positives Bild der sozialen Lage

Auch die im Monitoring ausgewählten Indikatoren zur sozialen Lage ergeben für den Rhein-Kreis Neuss ein insgesamt positives Bild: Armut bei Kindern (13 Prozent) und bei älteren Menschen (2,1 Prozent) kam 2011 im Kreisgebiet seltener vor als im Landesdurchschnitt (Kinderarmut 17,5 Prozent, Altersarmut 3,2 Prozent).

Verbesserungsmöglichkeiten erkennt das Monitoring für den Rhein-Kreis Neuss im Bereich der Kinderbetreuung. Die Betreuungsquote der unter 3-Jährigen lag im Rhein-Kreis Neuss 2012 bei 10,8 Prozent und damit unter dem Landesdurchschnitt von 12,7 Prozent. Eine gute Betreuungsinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kann so einen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen.

Das Monitoring zeigt für den Rhein-Kreis Neuss einen unterdurchschnittlichen Anteil von Pflegebedürftigen. Aufgrund des demografischen Wandels wird die Anzahl der Pflegedürftigen zukünftig aber auch hier deutlich zunehmen. Bislang werden die Pflegebedürftigen im Kreisgebiet offenbar in höherem Maße als andernorts zuhause von Angehörigen gepflegt. "Die Infrastruktur im ambulanten Bereich muss gestärkt werden", sagte Jürgen Steinmetz und nannte als Beispiele Besuchsdienste, ambulante Pflegedienste, Quartierskonzepte und den Service der Wohnberatungs-Agentur.

Bericht

Der Bericht zum sozioökonomischen Monitoring ist unter der E-Mail Adresse wtg@rhein-kreis-neuss.de zu beziehen.

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