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Studie zur Kinder- und Jugendgesundheit im Rhein-Kreis Neuss 2013: Weniger jugendliche Raucher als vor drei Jahren

Personengruppe

Stellten die Studie zur Kinder- und Jugendgesundheit vor

Gesundheit |

Die gesundheitliche Situation der Kinder und Jugendlichen im Rhein-Kreis Neuss hat sich gegenüber 2010 verbessert. Dass zeigt eine aktuelle Studie des Kreisgesundheitsamtes zur Kinder- und Jugendgesundheit. So greifen die Jugendlichen weniger häufig zur Zigarette als noch vor drei Jahren: Die Anzahl der jugendlichen Raucher ist von 20 Prozent im Jahr 2010 auf heute 12,1 Prozent deutlich gesunken. Während vor drei Jahren fast jeder Zweite Erfahrung im Shisha-Rauchen (Wasserpfeife) hatte, sind dies zurzeit 35,9 Prozent.

Studie mit 1065 Schülern

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr und Dr. Beate Klapdor-Volmar, Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes, stellten die Untersuchung jetzt in einem Pressegespräch vor. So hat das Gesundheitsamt 1 065 Schülerinnen und Schülern aus allen Schultypen der weiterführenden Schulen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren  zu den Themen Alkohol, Rauchen, Essverhalten und Nutzung elektronischer Medien befragt. Darüber hinaus wurden Größe und Gewicht erfasst.

Weniger Jugendliche mit Übergewicht

Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Rhein-Kreis Neuss mit Übergewicht. Während bei einer ersten Studie im Jahr 2010 jeder Vierte zu dick war, liegt der Anteil der Jugendlichen mit Übergewicht heute bei 23,8 Prozent. Hier setzen die Präventionsmaßnahmen des Kreisgesundheitsamtes und zahlreicher Partner im Rhein-Kreis Neuss an.

Im Jahr 2010 gaben 43 Prozent der Jugendlichen mit Alkoholerfahrung an, regelmäßig Koma-Saufen zu praktizieren. Hier gab es einen Rückgang auf heute knapp 35 Prozent. So gab bei der aktuellen Umfrage etwa jeder Dritte der Befragten, die Alkohol trinken, an, in den letzten 30 Tagen fünf oder mehr Gläser Alkohol bei einer Gelegenheit konsumiert zu haben. Der Anteil der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, liegt wie 2010 bei 31 Prozent.

"Der Alkoholkonsum ist immer noch zu hoch“, so das Fazit von Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky. Er kritisierte, dass Alkohol in NRW zurzeit zum Beispiel durch den Verkauf an Tankstellen rund um die Uhr verfügbar ist. Positiv bewertete Mankowsky, dass sich der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit den Kommunen, der Polizei und den Sport- und Schützenvereinen für das Projekt "Pro-Jugend statt Promille“ einsetzt. Darüber hinaus haben Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und die Bürgermeister des Rhein-Kreises Neuss den Kampf gegen Alkoholmissbrauch zur Chefsache erklärt.

"Diese Studie und die Vergleichsstudie von 2010 liefern wichtige, aktuelle Informationen zur gesundheitlichen Lage unserer Kinder und Jugendlichen und zeigen erste Erfolge unserer Präventionsmaßnahmen“, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der Vorstellung der Studie im Grevenbroicher Kreishaus. Mit zahlreichen Modellprojekten wirkt das Kreisgesundheitsamt auf gesundheitsfördernde Strukturen in Schulen und Kindergärten hin, berichtete Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky. In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden und Wohlfahrtsverbänden seien bereits zahlreiche Maßnahmen im Bereich Suchtprävention umgesetzt worden.

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