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"Zukunftsatlas 2013": Rhein-Kreis Neuss steht am Niederrhein an der Spitze

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Dem Rhein-Kreis werden Chancen attestiert

Wirtschaft |

Die führenden Zukunftsforscher attestieren dem Rhein-Kreis Neuss gute Aussichten. Das geht aus dem "Zukunftsatlas 2013" hervor, den das Schweizer Forschungsinstitut Prognos im Auftrag des Handelsblatts erarbeitet hat. Bundesweit sind 402 Städte und Kreise untersucht worden. Der Rhein-Kreis Neuss landete auf Rang 118 mit dem Prädikat "Zukunftschancen" – so gut wie kein anderer Landkreis am Niederrhein. Nur vier weitere Kreise in NRW erhielten nach der Studie ebenfalls das Prädikat.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke kann sich die Platzierung gut erklären: "Klare Standortvorteile von der guten Verkehrsinfrastruktur bis hin zur zentralen Lage werden bei uns durch hohe Lebensqualität und Familienfreundlichkeit ergänzt." Sorgen verhehlt er allerdings nicht. "Die demografische Entwicklung, die stagnierend hohe Zahl von Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften sowie die Zukunft des Energiestandortes Rhein-Kreis Neuss sind große Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen", so Petrauschke.

Für Nordrhein-Westfalen sehen die Analysen des Forschungsinstituts weniger rosig aus. Nur zehn Kreisen und kreisfreien Städten  werden gute Zukunftschancen prognostiziert. Am besten schnitt in NRW die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Prädikat "sehr hohe Zukunftschancen" ab. Insgesamt droht der Süden Deutschlands  den Norden und der Osten den Westen bei der wirtschaftlichen Entwicklung abzuhängen. "Wer sich wie in Nordrhein-Westfalen auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruht, wird im verschärften Wettbewerb unweigerlich zurückfallen. Deswegen müssen wir beherzt darangehen, die von Prognos unterstellten Chancen auch zu nutzen", ist der Landrat überzeugt.

Die Experten hatten Sektoren wie Dynamik und Demografie, Wohlstand und Arbeitsmarkt untersucht. Der Rhein-Kreis Neuss schnitt besonders in Sachen Stärke und Innovation zum Teil deutlich besser ab als seine Wettbewerber in der Nachbarschaft. "Unsere Platzierung ist zu allererst den Unternehmen zu verdanken, die bei uns nachhaltig investiert und Jobs geschaffen haben", so Landratsvertreter und Wirtschaftsdezernent Jürgen Steinmetz. Aber auch die Tatsache, dass der Rhein-Kreis Neuss verlässliche Rahmenbedingungen schaffe und aktives Standortmarketing in In- und Ausland betreibe, habe Platz 118 möglich gemacht. Der Rekord von mehr als 132 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten spräche außerdem Bände über die Wirtschaftskraft des Rhein-Kreises Neuss.

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