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Rhein-Kreis Neuss will mit modernen IT-Lösungen Kosten senken

Horst Weiner leitet die Abteilung Informations- und Kommunikationstechnologie beim Rhein-Kreis Neuss

Finanzen |

Von A wie "Ausstattung von PC-Arbeitsplätzen" bis Z wie "Zentrale Datensicherung" reicht die Aufgaben­palette von Horst Weiner (53), Leiter der Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) bei der Kreisverwaltung Neuss. In die Zuständigkeit seiner Abteilung fällt das gesamte Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsmanagement des Kreises - von der zentralen Bewirtschaftung und Beschaffung der Hard- und Software über den Netzwerkbetrieb bis zu Server-Administration.

17 Mitarbeiter und 3 Ausbildungskräfte der IuK haben täglich alle Hände voll zu tun, dass der Verkehr auf den Datenautobahnen von derzeit rund 2.800 Computern in Verwaltung und Einrichtungen des Kreises nicht zum Stillstand kommt. Auf den Servern werden rund 200 Anwendungen den Fachbereichen zur Verfügung gestellt. Dabei reicht die Palette von Einzelplatzlösungen über spezielle Software für Baugenehmigungsverfahren, satellitengestützte Messsysteme bis hin zu Standardanwendungen, die an allen Arbeitsplätzen zur Verfügung stehen. Dafür ist eine ausfallsichere, technische Infrastruktur erforderlich, bei der die IuK des Kreises erfolgreich auf die Virtualisierung von Servern setzt. Hierdurch konnten die erforderlichen Investitionen von 850.000 Euro auf 273.000 Euro reduziert werden - bei gleicher Leistung.

Neues Druckerkonzept soll 435.000 Euro sparen

Im Rahmen eines neuen Druckerkonzeptes soll der veraltete Gerätebestand der Kopiersysteme Schritt für Schritt durch Multifunktionsgeräte ersetzt werden, die deutlich geringere Druck- und Servicekosten verursachen. Die Anzahl der Drucker wird dabei halbiert und durch Großraumgeräte, die auch scannen können, ersetzt. Unter dem Stichwort "Digitalisierung statt Ausdruck" soll sich die Anzahl der Druckausgaben dabei verringern. Der Kohlendioxid-Ausstoß und der Papierbedarf werden ebenfalls deutlich schrumpfen. Insgesamt rechnet die IuK in den nächsten fünf Jahren mit einer Ersparnis in Höhe von 435.000 Euro. Aktuell hat die IuK die Ausschreibung und Beschaffung einer neuen modernen Telefonanlage für die Kreisverwaltung vorbereitet, nachdem für die alte Anlage keine Ersatzteile und Software-Updates mehr erfolgen. Die neue Telefonanlage soll nicht nur den Bürgerservice, sondern auch Handhabung und Nutzen für die Beschäftigten verbessern.

Aktuell hat die IuK die Ausschreibung und Beschaffung einer neuen modernen Telefonanlage für die Kreisverwaltung vorbereitet, nachdem für die alte Anlage keine Ersatzteile und Software-Updates mehr erfolgen.

"Der Rhein-Kreis Neuss hat seine Telekommunikation- und IT-Infrastruktur kontinuierlich ausgebaut, um Verwaltungsprozesse zu vereinfachen, Kosten zu senken, und um unsere Dienstleistungen für Bürger und Wirtschaft noch kundenorientierter anbieten zu können", betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. 25 Standorte mit 30 Gebäuden, beispielsweise die vier Kreis-Berufsbildungszentren, die Krankenpflegeschule und die Förderschulen in Trägerschaft des Kreises, müssen über das kreisweite Datennetz in einer Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern (Luftlinie) in die IT-Struktur integriert werden.

Aus wirtschaftlichen Gründen setzt der Kreis dabei bereits verstärkt Richtfunktechnik für die Daten- und Sprachkommunikation ein. Weiner zeigt sich sehr zufrieden mit der Technik: "Wir sparen durch die Reduzierung der erdgebundenen Datennetzverbindungen erhebliche finanzielle Mittel in Höhe von 60.000 Euro pro Jahr ein. Außerdem kann mit der Richtfunktechnik auch der steigende Bandbreitenbedarf für Daten und Telefonie abgedeckt werden." Da zwischen den Kreishäusern Neuss und Grevenbroich keine Sichtverbindung besteht, nutzt der Kreis beispielsweise die höher gelegene Skihalle in Neuss als Umlenkstation.

Eine eigens eingerichtete E-Government-Arbeitsgruppe unter der Leitung von Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrates, arbeitet fachübergreifend an der künftigen IT-Strategie der Kreisverwaltung. Verwaltungsprozesse sollen zunehmend transparenter, elektronisch abgebildet und über mobile Internetanwendungen kundenorientierter und schneller zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören auch innovative App-Entwicklungen wie die erfolgreiche SVA-App des Straßenverkehrsamtes. Zahlreiche Anwendungen konnten im eigenen Hause programmiert und hierdurch Agenturkosten eingespart werden.

Eng arbeitet die IuK auch mit der ITK-Rheinland als kommunales Rechenzentrum und Dienstleister zusammen, der neben dem Kreis und allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden auch die Landeshauptstadt Düsseldorf angehört. Durch den zentralen Einsatz moderner IT-Lösungen sollen hier weitere Synergien geschaffen und Kosten bei den einzelnen Verbandsmitgliedern eingespart werden.

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