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"Alkoholprävention im Rhein-Kreis Neuss": Erklärung von Landrat und Bürgermeistern

Der Rhein-Kreis Neuss sowie seine Städte und Gemeinden haben dem Alkoholmissbrauch den Kampf angesagt. In einer Erklärung definieren sie die Kriterien für die Prävention

Gesundheit |

Den Kampf gegen Alkoholmissbrauch zur Chefsache erklärt haben Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und die Bürgermeister der acht kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Bei ihrer ersten Jugendschutzkonferenz in Rommerskirchen unterzeichneten sie die Erklärung "Alkoholprävention im Rhein-Kreis Neuss". Die gemeinsame Arbeit soll künftig nach darin festgelegten Kriterien fortgesetzt werden. "Alkoholprävention braucht ein eigenständiges, fach- und einrichtungsübergreifendes Profil", heißt es.

"Wir machen uns natürlich nichts vor, und wir können den Konsum von Alkohol auch nicht verbieten. Wir wollen aber dafür sorgen, dass Jungen und Mädchen möglichst erst ab einem Alter damit zu tun haben, in dem es nach dem Jugendschutzgesetz erlaubt ist - und am besten in einer Art und Weise, die nicht per se schon gesundheitsgefährdend ist", so Landrat Petrauschke.

Auch die Bürgermeister sind sich einig, dass Alkoholprävention rechtzeitig beginnen muss, da der frühe Konsum von Suchtmitteln häufig in eine spätere Abhängigkeit führt. Für die Umsetzung der Alkoholpräventionserklärung ziehen die zuständigen Institutionen an einem Strang. Ihre Liste reicht von den Verwaltungsspitzen bis hin zu den Gesundheitsbehörden, Jugend- und Ordnungsämtern sowie der Kreispolizei. Die Städte und Gemeinden haben unter Federführung der Kreispolizeibehörde ein Netzwerk gegründet, deren Mitglieder sich regelmäßig treffen, um Initiativen zur Alkoholprävention miteinander abzustimmen und weitere Maßnahmen auf den Weg zu bringen.

Das Projekt "Projugend statt Promille" ist bereits in Meerbusch, Korschenbroich, Rommerskirchen und Jüchen erfolgreich realisiert worden. Dort haben sich zahlreiche Vertreter von Sport- und Schützenvereinen fortgebildet. Sie nehmen nun als Multiplikatoren positiven Einfluss auf die jugendlichen Mitglieder in Bezug auf deren Alkoholkonsum in der "dritten Halbzeit", beim Karneval oder bei den Schützenfesten. Am Donnerstag, 14. November, findet in Dormagen die zweite Jugendschutzkonferenz des Rhein-Kreises Neuss statt. Experten erläutern das Thema dort aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

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