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Kreisveterinäramt informiert: Islamisches Opferfest "Kurban Bayram"

Tiere |

Das mehrtägige Islamische Opferfest, auch Kurban Bayram genannt, findet in diesem Jahr ab dem 15. Oktober statt. Es ist das höchste islamische Fest und findet zum Höhepunkt des Pilgermonats Haddsch statt, zu dem viele Muslime an der Wallfahrt nach Mekka teilnehmen.

Auch im Rhein-Kreis Neuss erfolgen in diesem Jahr wieder Opferschlachtungen im Rahmen dieses hohen Islamischen Festes. An mehreren Schlachtstätten im Kreis werden wieder Muslime ihrer religiösen Tradition nachgehen. Dazu werden zahlreiche Mitarbeiter des Veterinäramts permanent in den Betrieben vor Ort sein und darauf achten, dass neben der religiösen Tradition auch die nationalen Vorgaben des Tierschutzes sowie des Verbraucherschutzes erfüllt werden. In diesem Zusammenhang weist das Veterinäramt ausdrücklich darauf hin, dass Schächten (Schlachten ohne Betäubung) aus Tierschutzgründen nicht erlaubt ist.

Ferner achten die amtlichen Tierärzte und Fachassistenten auch beim Islamischen Opferfest auf die Einhaltung der fleischhygienerechtlichen Vorgaben. Dazu gehört, dass alle Opfertiere vor der Schlachtung einer Schlachttieruntersuchung unterzogen werden und nach der Schlachtung überprüft wird, ob das Fleisch für den Verzehr durch den Menschen geeignet ist. Daher sind alle Schlachtungen zwingend beim Veterinäramt anzumelden.

Das Opferfest findet zu Ehren des Propheten Ibrahim (Abraham) statt, der von Gott geprüft wurde und bereit war, seinen Sohn zu opfern. Als Gott seine Bereitschaft sah, schritt er ein und hielt Ibrahim (Abraham) von seinem Opfer ab. Anstelle seines Sohnes opferte dieser darauf hin einen Widder. Die Geschichte wird nicht nur im Koran, sondern auch in der christlichen Bibel beschrieben.

In Anlehnung an den Propheten Ibrahim ist es für Muslime weltweit Pflicht, zu diesem Fest ein Tier zu opfern und das Fleisch mit Familie, Freunden sowie auch den Armen und Bedürftigen zu teilen.

Dank der guten Organisation der Schlachtungen im Rhein-Kreis Neuss und den Erfahrungen aus den Vorjahren erwartet das Kreisveterinäramt auch in diesem Jahr keine Probleme. Weitere Informationen sind beim Veterinäramt unter der Rufnummer 02181/601-3900 erhältlich.

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