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Dezernent Karsten Mankowsky © Rhein-Kreis Neuss | Volle Größe

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Umweltdezernent: Abfallgebühren im Rhein-Kreis Neuss sind moderat

Umwelt |

Im aktuellen Vergleich des Bundes der Steuerzahler rangieren die Entsorgungskosten des Rhein-Kreises Neuss sowie die Abfallgebühren seiner Städte und Gemeinden weit unterhalb des Landesdurchschnitts. In der Liste mit den niedrigsten Verbrennungskosten rangiert der Kreis auf Platz zwölf von 54 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen. Kaarst und Meerbusch schaffen es unter die günstigsten Sechs bei den Städten mit 14-tägiger Tonnenleerung. "Das ist ein schöner Erfolg, auf dem wir uns allerdings nicht ausruhen sollten", so Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky. Die Abfallwirtschaft im Kreis müsse "weiter entwickelt werden in Richtung noch besserer Müllvermeidung und Müllverwertung".

Die Abfallentsorgung an Rhein, Erft und Gillbach wird gemeinsam von den Städten und Gemeinden und dem Kreis organisiert. "Allen Beteiligten ist bewusst, dass sie in der gesetzlichen Pflicht stehen, den Bürgern und Bürgerinnen eine sichere und umweltgerechte Abfallentsorgung zu günstigen Gebühren anzubieten", erläutert Mankowsky. Es habe im Rhein-Kreis Neuss Tradition, "dass die Politik und die Verwaltungen in den wichtigen abfallwirtschaftlichen Fragen an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen". Meinungsverschiedenheiten wie etwa der so genannte Altpapierstreit seien Ausnahmen.

"Bei uns wurden abfallwirtschaftliche Weichenstellungen offensichtlich richtig getroffen. Es wurde keine eigene Müllverbrennungsanlage gebaut, dafür aber eine moderne Kompostierungsanlage", bilanziert Mankowsky. Die Deponierung von Abfällen sei zu Gunsten der Abfallverwertung weitgehend eingestellt worden. "Es sind aus den Abfallgebühren vergangener Jahre genügend finanzielle Rücklagen gebildet worden, um die alten Deponien ohne Belastung der aktuellen Gebühren umweltgerecht zu rekultivieren", sagt der zuständige Dezernent. Außerdem habe der Kreis keine Gesellschaften mit Vorständen und Aufsichtsräten gegründet oder sich an solchen beteiligt. Die Müllabfuhr und der Betrieb der Entsorgungsanlagen erfolgen im Auftrag der Kommunen und des Kreises durch Unternehmen der Entsorgungsbranche.

Zuletzt hatte der Kreis beschlossen, sich gegen die Pläne des Landes wehren. Nordrhein-Westfalen will den Kreis unter Ausschaltung des Wettbewerbs bestimmten Abfallverbrennungsanlagen behördlich zuweisen. "Das aber schafft die vorhandenen Überkapazitäten bei den Müllverbrennungsanlagen nicht ab, gefährdet die Abfallverwertung und führt zu höheren Gebühren", kritisiert Mankowsky.

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