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Kritik an Folgekosten für Archäologische Zone in Köln

Für Landratsvertreter Jürgen Steinmetz ist es angesichts der Finanzlage der Kommunen nicht nachvollziehbar, wenn der LVR neue kostspielige Aufgaben in Millionenhöhe freiwillig übernimmt, die dauerhaft über die jährliche Landschaftsumlage von den Kommunen mitgetragen werden muss.

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In der Landschaftsausschuss-Sitzung im Juli wurde mit Stimmen von SPD, Bündnis 90/die Grünen, FDP und Linke, gegen die Stimmen von CDU der Weg frei gemacht für die Betriebskostenübernahme der neuen "Ärchäologischen Zone" in Köln durch den  Landschaftsverband Rheinland (LVR). Auf mindestens fünf Millionen Euro, von Kritikern sogar auf bis zu acht Millionen Euro geschätzt, sollen sich die jährlichen Betriebskosten für die Archäologische Zone mit integriertem Jüdischen Museum belaufen, die der LVR übernehmen soll.

Für Landratsvertreter Jürgen Steinmetz ist es angesichts der Finanzlage der Kommunen nicht nachvollziehbar, wenn der LVR neue kostspielige Aufgaben in Millionenhöhe freiwillig übernimmt, die dauerhaft über die jährliche Landschaftsumlage von den Kommunen mitgetragen werden muss.

Eindeutig positioniert zu diesem Projekt hatte sich bereits im vergangenen Jahr auch die Mehrheit im Kreisausschuss. Während CDU, FDP und UWG/Die Aktive das Kölner Projekt wegen den Sparzwängen und den dauerhaften Belastungen für die Kommunen in der November-Sitzung ablehnten, stellten sich SPD und Bündnis 90/Die Grünen demonstrativ hinter den Museumsneubau.

Die Kritik der Mehrheit im Kreisausschuss richtete sich nicht inhaltlich gegen das ambitionierte Millionenprojekt, sondern gegen die Folgekosten für die Kommunen. Der Millionen Euro teure Museumsneubau passe nicht in eine Zeit, in der die Kommunen aufgrund der prekären Finanzlage gezwungen seien, den Rotstift bereits bei den vorhandenen Kultureinrichtungen anzusetzen, argumentierte seinerzeit auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. 

Bei den anstehenden Haushaltsetatberatungen des LVR will der Kreis daher auf Grundlage der Beschlusslage im Kreisausschuss der Betriebskostenübernahme durch den LVR widersprechen.

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