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Kampf gegen multiresistente Keime: Akutkrankenhäuser erhielten europäisches Qualitätssiegel

Auf Schloss Dyck nahmen sechs Akutkrankenhäuser das Euregionale Qualitäts– und Transparenzsiegel zur MRSA-Prävention entgegen

Gesundheit |

MRSA-Erkrankungen stellen weltweit vor allem in Krankenhäusern eine Gefahr dar. Dem Kampf gegen Antibiotika-resistente Keime - insbesondere gegen den Methicillin-resistenten Staphylokokkus aureus (MRSA) - haben sich die Akutkrankenhäuser im Rhein-Kreis Neuss daher schon frühzeitig engagiert gestellt. Jetzt wurden fünf Kliniken aus dem Kreisgebiet und eine aus Krefeld im Rahmen des europäischen Projekts "EurSafety Health-Net" mit dem "Euregionalen Qualitäts- und Transparenzsiegel zur MRSA-Prävention" ausgezeichnet.

Die hohen, zehn Punkte umfassenden Qualitätskriterien des Gütesiegels erfüllen neben den beiden Kreiskrankenhäusern in Grevenbroich und Dormagen das St. Elisabeth-Hospital in Meerbusch-Lank, das Johanna-Etienne- und das Lukas-Krankenhaus in Neuss sowie das Malteser-Krankenhaus St. Josefhospital in Krefeld. Auf Schloss Dyck überreichten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dr. Inka Daniels-Haardt vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) den Häusern das so genannte "EQS 1"-Zertifikat.

"Unser gemeinsames Anliegen ist es, Gesundheit zu erhalten. Wir sind uns dabei im Klaren, dass der Schutz der Patientinnen und Patienten vor Infektionen eine ständige Herausforderung ist. Dieses Qualitätssiegel macht Ihre intensiven Bemühungen um Hygiene und Infektionsschutz auch nach außen deutlich", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der Verleihungsfeier. Projektpartner des "EurSafety Health-net" in der euregio rhein-maas-nord sind neben dem Rhein-Kreis Neuss die Städte Mönchengladbach und Krefeld, der Kreis Viersen sowie der Kreis Kleve mit seinem südlichen Teil und in den Niederlanden die nördliche und mittlere Provinz Limburg. Koordinierungsstelle für das MRSA-Programm ist das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss unter der Leitung von Dr. Michael Dörr.

Zur Netzwerkarbeit und guten Zusammenarbeit im Rhein-Kreis Neuss erläutert Dörr, dass bereits 2007 ein "Runder Tisch MRSA" gebildet werden konnte. "Bei der Umsetzung der Qualitätskriterien wurde erneut deutlich, dass der Schutz vor Infektionen mit multiresistenten Erregern nur in gemeinsamer Anstrengung aller an der medizinischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen optimal erreichbar ist", so der Amtsarzt. Dazu gehört, wie Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky betont: "ein ungehinderter Transfer von Informationen und Wissen, ein rationaler und nicht stigmatisierender Umgang mit betroffenen Patienten, die Einführung und Durchsetzung wissenschaftlich fundierter und wirksamer Therapiemaßnahmen sowie gute Kommunikation."

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