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Kreisgesundheitsamt: Im Urlaub an eine gut ausgestattete Reiseapotheke denken

Der Reiseapotheke sollte vor Urlaubsantritt ein besonders Augenmerk gewidmet werden. Das empfiehlt das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss

Gesundheit |

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist nicht nur beim Urlaub mit Kindern von großer Bedeutung. Darauf hat das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss hingewiesen. "Kleinere Verletzungen, Durchfall oder Fieber können leicht auftreten, und nicht immer ist sofort ein Arzt erreichbar. Deshalb sollte eine Reiseapotheke zumindest für eine Erstbehandlung ausgestattet sein", rät das Team um Amtsleiter Dr. Michael Dörr.

Bei wichtigen Mitteln zur dauerhaften Einnahme sollte im Koffer ein ausreichender Vorrat vorhanden sein - "etwa ein Drittel mehr als die für den Zeitraum übliche Menge", so die Experten des Kreisgesundheitsamts. Dabei gehörten Notfall- und Dauermedikamente grundsätzlich zur Hälfte ins Handgepäck.

Bei Reisen in südliche Länder sollten Zäpfchen nur dann mitgenommen werden, wenn eine kühle Lagerung sichergestellt ist, da diese Medikamente bei Hitze leicht aufweichen und dann kaum anzuwenden sind. "Alternativen sind Säfte oder Tropfen", heißt es. Auch die Wirkstoffe mancher Medikamente könnten bei extremer Hitze beeinträchtigt werden. Deshalb müsse die Reiseapotheke möglichst kühl liegen.

Bei einigen Erkrankungen benötigen die Fluggesellschaften eine Bescheinigung. So sollte etwa niemand mit einem cirkulären Gips fliegen, da es zu starken Schwellungen kommen kann. In einem solchen Fall ist eine Gipsschiene angezeigt, und der Arzt sollte auf einem Attest dokumentieren, aus welchem Grund sie getragen wird. Atteste sind auch sinnvoll bei Trägern von Herzschrittmachern oder nach Implantationen von metallischen Prothesen.

Wer mit Säuglingen oder Kindern verreist, sollte neben einem Fieberthermometer und eventuell nötigen Mitteln zur Dauermedikation auch Medikamente gegen Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Bauchkrämpfe und Blähungen sowie Elektrolytmischungen mitnehmen. Außerdem wichtig sind Medikamente gegen Erkältung, Fieber und Schmerzen.  Als Erste-Hilfe-Mittel bei Verletzungen gelten Verbandsmaterial, Wunddesinfektion, Mittel gegen Verbrennungen sowie eine Splitterpinzette, die sich auch zur Entfernung von Zecken eignet. Neben einem Insektenschutz ist Sonnenschutz gefragt. Wirksam ist etwa eine Creme mit hohem UV-A und UV-Lichtschutzfaktor von 30 oder mehr.

Eine Beratung über reisemedizinische Themen oder Impfungen vor Auslandsaufenthalten gibt es bei den Hausärzten beziehungsweise beim Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss unter den Telefonnummern 02181/601-5355 oder 02131/928-5419.

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