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Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss: Vier Abiturienten freuen sich über finanzielle Starthilfe

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Vier Abiturienten wurden für ihre hervorragenden Leistungen und ihr soziales Engagement belohnt

Bildung |

Vier Abiturienten wurden jetzt für ihre hervorragenden Leistungen und ihr soziales Engagement belohnt: Anna Rother vom Quirinus-Gymnasium Neuss, Sarah Blaiblah vom Gymnasium Norf, Mona Tadjvidi vom Berufsbildungszentrum (BBZ) Neuss Weingartstraße und Edgard Wins vom Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss erhielten das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss. Die vier bekommen eine monatliche Unterstützung von 300 Euro während ihres Studiums in Köln, Düsseldorf und Aachen.

Für Tillmann Lonnes, Kreisdezernent für Schulen und Kultur, sind die vier Stipendiaten ein positives Beispiel für andere Migranten. "Sie sind der Beweis dafür, dass nicht die Herkunft, sondern das, was man leistet, für eine berufliche Laufbahn entscheidend ist", lobte Lonnes das Engagement der Abiturienten.

Bereits vor 15 Jahren kam die 18-Jährige Anna Rother nach Deutschland und arbeitet ehrenamtlich bei den Johannitern mit. Sie wird ab Herbst in Köln Jura studieren – ebenso wie die gleichaltrige Sarah Blaiblah. Die gebürtige Jordanierin betrachtet das Stipendium als "tolle Unterstützung und als Motivation für andere junge Migranten".

Mona Tadjvidi (21) möchte Chemie studieren. Ihr Wunsch-Studienort ist Düsseldorf. Sie kam 2002 aus dem Iran nach Deutschland, kehrte zwischendurch für drei Jahre in den Iran zurück und gab in Deutschland regelmäßig Nachhilfe. Der 19-jährige Edgard Wins plant ab Herbst ein Wirtschaftsingenieurstudium in Aachen. Er kommt gebürtig aus Kasachstan und engagierte sich in seiner Schule, dem Nelly-Sachs-Gymnasium, als Klassen- und später Stufensprecher.

Das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss richtet sich an erfolgreiche Migranten, die im Rhein-Kreis Neuss leben, keine deutsche Staatsangehörigkeit hatten und mindestens die letzten drei Jahre im Rhein-Kreis Neuss zur Schule gegangen sind. Seit 2010 ist das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss eingebunden in das Stipendien-Programm des Landes NRW. Das Land und der Rhein-Kreis Neuss tragen jeweils die Hälfte der Kosten. In diesem Jahr konnten vier Stipendien vergeben werden. Die Stipendien umfassen eine finanzielle Förderung von jeweils 300 Euro monatlich und werden für maximal zehn Semester gewährt.

Dabei ist das NRW-Stipendienprogramm an die Hochschulen in NRW gebunden. Bisher vergibt der Rhein-Kreis Neuss die Stipendien in Kooperation mit der RWTH Aachen, der Universität zu Köln und der Universität Duisburg/Essen. Die Kooperation mit einer weiteren Hochschule ist geplant.

Die Stipendiaten waren ausgewählt worden durch eine Kommission unter Mitwirkung von Stephan Ingenhoven, Vorsitzender des Schulausschusses, Reinhard Rehse, Mitglied des Schulausschusses, Tilmann Lonnes, Kreisdezernent für Schulen und Kultur, Elke Stirken, Leiterin des Amts für Schule und Kultur beim Rhein-Kreis Neuss, Seyhan Schminke, Leiterin der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung der Kinder und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA),  Willi Breuer, Schulleiter der Gesamtschule An der Erft in Neuss, Dieter Bullmann, Leiter des BBZ Weingartstraße, und Ulrich Dauben, Leiter des Quirinus-Gymnasiums in Neuss. Beraten wurde die Kommission von Torsten Götte, Leiter des Projekts Migrantenförderung an der Schulform Gymnasium im Rhein-Kreis Neuss, und Eva Schmitt-Roth, Projektleiterin Migranten-Stipendium beim Rhein-Kreis Neuss.

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