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Landrat Hans-Jürgen Petrauschke © M. Schiffer | Volle Größe

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Rettungskräfte aus dem Rhein-Kreis Neuss unterstützen Flutopfer in Magdeburg

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Hilfe für die Opfer des Elbe-Hochwassers kommt auch aus dem Rhein-Kreis Neuss: In der Nacht von Samstag auf Sonntag brachen 36 Feuerwehrleute und zwei Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus dem Rhein-Kreis Neuss mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Stefan Meuter nach Magdeburg auf. Die Rettungsleute aus dem Kreis reisten gemeinsam mit Kollegen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf in die von der Flut bedrohte Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt.

Insgesamt 647 Feuerwehrfrauen und –männer aus dem Rhein-Kreis Neuss sowie aus Düsseldorf und Essen sind mit 146 Fahrzeugen in Magdeburg vor Ort. Darüber hinaus sind zusätzliche Helfer von DRG und DRK mit ihren Wasserrettungszügen vor Ort. Wie Meuter berichtet, sichern die Helfer seit Sonntagmittag das dortige Umspannwerk im Bereich Industriehafen / Rothensee. Falls das Gelände vom Elbwasser überflutet werden sollte, müsste die Anlage abgeschaltet werden. Stromausfälle wären die Folge.

Die Rettungskräfte aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf haben an ihrem ersten Einsatztag sandgefüllte Big-Bags und herkömmliche Sandsäcke zu einem massiven Schutzwall aufgebaut. Unterstützt wurden sie dabei vom Technischen Hilfswerk und von der Bundeswehr. "Die Arbeiten zeigen bereits erste Erfolge", berichtet Kreisbrandmeister Norbert Lange. "Zurzeit sieht es so aus, dass das Umspannwerk in Betrieb bleiben kann." Voraussichtlich bis Freitag (14. Juni) bleiben die Helfer vor Ort. Die derzeitige Planung sieht vor, das jetzige Personal am Mittwoch auszutauschen.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke dankt allen am Einsatz beteiligten Rettungskräften aus dem Rhein-Kreis Neuss für ihre rasche Hilfe. "Wer die Bilder aus Sachsen-Anhalt sieht, weiß, wie sehr die Menschen dort auf Unterstützung angewiesen sind. Die Helfer aus dem Rhein-Kreis Neuss setzen sich mit ihrem selbstlosen Engagement dafür ein, die Lage in Magdeburg zu verbessern."

Darüber hinaus appelliert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an die Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Kreis Neuss, ihren persönlichen Beitrag zur Linderung der Not zu leisten und die Hilfsorganisationen großzügig mit Spenden an die bekannten Spendenkonten zu unterstützen. "Jeder mag sich selbst einmal vorstellen, er wäre in dieser Form von der Flut betroffen. Natürlich ist die Hilfe durch Feuerwehrleute und andere Helfer jetzt vorbildlich", so der Landrat. "Doch die Menschen in den Flutgebieten sind zurzeit für jede Unterstützung dankbar und auf Spenden angewiesen."

Der Landrat dankt bereits jetzt allen Menschen, die tatkräftig oder auch finanziell helfen. "Mein besonderer Dank geht insbesondere an alle Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter für die Zeit der Einsätze freistellen", sagt Petrauschke. "Angesichts der äußerst kurzfristigen Anforderungen bitte ich für das Land NRW um Entschuldigung, dass die Arbeitgeber nicht früher informiert wurden."

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