Portraitfoto
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke © M. Schiffer | Volle Größe

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Rat stimmt Übertragung des Ausländeramtes zu

Verwaltung |

Zufrieden hat Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Entscheidung des Grevenbroicher Rates zur Übertragung des Ausländeramtes an den Rhein-Kreis Neuss vernommen. "Das ist ein vernünftiger Schritt in die richtige Richtung, um die dramatische Haushaltslage der Stadt dauerhaft zu verbessern." Mit großer Mehrheit haben CDU, FDP, Grüne, UWG, Die Linke/FBG - mit Ausnahme der SPD und die ABG - in der gestrigen (5. Juni) Sondersitzung der Verwaltungsvorlage von Bürgermeisterin Ursula Kwasny zur Übertragung zugestimmt.

Hintergrund ist die dramatisch verschlechterte Finanzlage der Stadt, die kein genehmigungsfähiges Haushaltsicherungskonzept vorlegen kann. Die Stadt selbst geht für die Finanzplanungsjahre durchgehend von jährlichen Fehlebeträgen in Höhe von jährlich über 30 Millionen Euro aus, so dass bis Ende 2023 die Überschuldung auf mehr als 260 Millionen Euro anwachsen wird. In dieser Situation hat Landrat Petrauschke der Stadt mehrfach die Übernahme des Ausländeramtes angeboten.

Über viele Jahre wurde politisch heftig im Grevenbroicher Stadtrat über die Abgabe des Ausländeramtes debattiert. Dabei arbeiten Stadt- und Kreis-Ausländerbehörde nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. "Über alle Themen kann man politisch streiten. Es gibt immer Alternativen, aber keine zur Vernunft", sagt Petrauschke. Durch Zusammenlegung beider Ämter könne die Arbeit wirtschaftlicher und effektiver geleistet werden, betont der Landrat mit Verweis auf die Unterstellungen der SPD, die Mehrkosten durch die Übertragung öffentlich propagieren. Jährlich rund 100.000 Euro Personalkosten wird die Stadt einsparen. Ihm Rahmen der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung kann sie zwei Mitarbeiter an den Kreis überleiten. Der Standort der Ausländerbehörde bleibt in Grevenbroich.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.