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Landrat übergibt erste CO-Warngeräte an Rettungsdienste

Landrat Petrauschke (li.) und Marc Zellerhoff übergaben in Neuss die ersten CO-Warngeräte an Vertreter des Rettungsdienstes

Sicherheit |

Es ist geruchs- und geschmacklos und schon wenige Atemzüge können zum Tod führen: das Atemgift Kohlenmonoxid (CO). Während in den Feuerwehren Gasmessgeräte eingesetzt werden, die die Messung von CO ermöglichen, ist das bei den Rettungsdiensten flächendeckend nicht der Fall. Dabei sind bei einem großen Teil der Rettungseinsätze keine Feuerwehren beteiligt. Was dann wie ein alltäglicher Rettungsdiensteinsatz aussieht, kann auch für Einsatzkräfte schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Marc Zellerhoff, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, übergaben jetzt symbolisch vor dem Kreishaus in Neuss die ersten von zwölf CO-Warngeräten an Vertreter der Johanniter Unfallhilfe (Rettungswache Meerbusch), des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Neuss (Rettungswache Korschenbroich), des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Grevenbroich (Rettungswache Grevenbroich) und Malteser Hilfsdienst (Rettungswache Jüchen).

"Der Einsatz dieser CO-Warngeräte bedeutet für die Rettungsdienstkräfte eine deutlich höhere Sicherheit im Einsatz", betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Knapp 4.800 Euro hat der Kreis in die Anschaffung der kompakten Warngeräte investiert.

Marc Zellerhoff ergänzt, dass neben Brandeinsätzen jährlich rund 300 Einsatzlagen bei Notfällen hinter verschlossener Tür im Rhein-Kreis Neuss  stattfinden, bei denen es zu CO-Freisetzung kommen kann, ohne dass sonstige Erkenntnisse in der Einsatzsituation darauf hingewiesen hätten. Häufige Ursachen für derartige Gefahren sind zum Beispiel defekte Gasthermen im Wohnungen, Kamine im Wohnzimmer oder auch der erloschene Grill auf dem Balkon. "Bei Notfällen schaffen die Messgeräte auch rasche Klarheit über eine mögliche CO-Vergiftung bei Patienten, so dass die Einsatzkräfte bereits früh Maßnahmen einleiten können", betont Zellerhoff.

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit übernimmt die Feuerwehr in Neuss die Wartung und Eichung der CO-Warngeräte.

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