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Interkommunale Zusammenarbeit: Rhein-Kreis Neuss und Gemeinde Jüchen nutzen gemeinsam Geodaten

Personen schauen auf einen Plan

Interkommunale Zusammenarbeit

Verwaltung |

Seit einem Jahr stellt das Kataster- und Vermessungsamt des Rhein-Kreises Neuss Geodaten den anderen Ämtern der Kreisverwaltung und den Kommunen im Kreisgebiet zur Verfügung. Geodaten – das sind Sachinformationen, die mit Hilfe des Informationssystems "Respublica Intranet" (RPI) einem geographischen Ort oder Gebiet zugeordnet werden können. Neuerdings profitiert auch die Gemeinde Jüchen von dem Informationssystem der Kreisverwaltung: Sie setzt es seit Anfang Mai ein, nachdem Kreismitarbeiter Kollegen in der Jüchener Verwaltung geschult haben. RPI ist für die Kommunen kostenlos.

Bereits in der Vergangenheit nutzte die Gemeinde Jüchen vom Kreiskatasteramt gelieferte Daten, als die Gemeinde ein Spielplatzkonzept erstellte. Dabei waren auf der vom Kreis erzeugten Karte die Anzahl der gemeldeten Kinder im Umkreis der vorhandenen Spielplätze zu sehen. Aktuell bearbeitet der Kreis einen ähnlichen Auftrag für die Stadt Korschenbroich.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Kreisdezernent Tillmann Lonnes und Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens betonen, dass die im Bereich des Geodatenmanagements gewonnenen Informationen für beide Verwaltungen eine objektive Datengrundlage bieten und bei Entscheidungen helfen. Für Bürgermeister Zillikens liegen die Vorteile der interkommunalen Zusammenarbeit auf der Hand: "Hier werden Synergien genutzt und die Qualität der Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger gesteigert. Je spezieller die Kenntnisse sein müssen, desto stärker ist eine Zusammenarbeit nötig. Außerdem können durch die enge Kooperation Ausgaben eingespart werden – ein Modell, das sich auch für die anderen kreisangehörigen Kommunen anbietet."

In der Kreisverwaltung veröffentlichen vor allem die technischen Ämter ihre Informationen mit dem RPI-System – zum Beispiel zu Wasserschutzzonen, zur Bodenbelastung und zu Altlasten, zum Landschaftsplan, zu Biotopen, Bodenrichtwerden sowie zu Umweltzonen. Aber auch für die nichttechnischen Bereiche sind Geodaten von Interesse. So wurden bereits Informationen zum Rettungsdienst, zu Jagd- und Schornsteinfegerkehrbezirken erfasst. Vor kurzem kamen Krankenhäuser, Heilpraxen, Altenheime, Schulen, Kindergärten und weitere Einrichtungen hinzu.

Das Geodatenmanagement des Kataster- und Vermessungsamtes errichtet zurzeit ein Geoportal, mit dem Bürger in Zukunft Geoinformationen per Internet erhalten können. Kreisdezernent Tillmann Lonnes, der auch für das Kataster- und Vermessungsamt zuständig ist, ist überzeugt, dass die gemeinsame Nutzung von Geodaten über ein einheitliches Informationssystem und Internet-Portal Ausgaben senkt. "Ein Beispiel dafür sind die Luftaufnahmen vom Kreisgebiet, die unter der Koordination des Kataster- und Vermessungsamtes zusammen mit den Kommunen vor kurzem gemacht wurden", sagt Lonnes. Die Fotos unterstützen die Verwaltungen dabei, ihre kommunalen Aufgaben zu erfüllen.

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