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Europatag im Neusser Kreishaus gut besucht

V.l.: Die Landräte Hans-Jürgen Petrauschke (Rhein-Kreis Neuss) und Werner Stump (Rhein-Erft-Kreis) begrüßten zum Europatag im Neusser Kreishaus Dr. Stephan Koppelberg, Moderatorin Gisela Steinhauer und Walter Leitermann

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Das "Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger" stand im Mittelpunkt des Europatags des Rhein-Kreises Neuss mit seinem EUROPE-DIRECT Informationszentrum Mittlerer Niederrhein und des Rhein-Erft-Kreises. Gut besucht war die Veranstaltung im Neusser Kreishaus, zu der die Landräte Hans-Jürgen Petrauschke und Werner Stump eingeladen hatten.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die Menschen in der EU mit dem Inkrafttreten der Europäischen Bürgerinitiative erstmals eine direkte Möglichkeit erhalten, ihre Forderungen an die Europäische Kommission heranzutragen. Darüber hinaus dankte Petrauschke seinem Kollegen Werner Stump, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, zum Ende von dessen Amtszeit. Er lobte die "gute Zusammenarbeit mit dem Nachbarkreis bei der Förderung des Europagedankens in unserer Region".

Der Landrat wies auch auf die Auszeichnung des Rhein-Kreises Neuss als "Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen" hin: Vor wenigen Wochen, so Petrauschke, hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dem Kreis dieses Prädikat verliehen. Damit gehört der Rhein-Kreis Neuss zu den ersten 25 Städten und Kreisen in NRW, die vom Land für ihr kommunales Europa-Engagement gewürdigt wurden.

Über die Unionsbürgerrechte und die bisher angemeldeten Bürgerinitiativen sprach Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn. Zum Thema Europäische Bürgerinitiative und ihre Umsetzung referierte Walter Leitermann, Leiter des Europabüros des Deutschen Städtetags und Stellvertretender Generalsekretär der deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas.

Das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger, das Europäische Kommission und Europäisches Parlament gemeinsam für 2013 ausgerufen haben, weist im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten auf das zwanzigjährige Bestehen der Unionsbürgerschaft hin. Die Unionsbürgerschaft wurde mit dem Vertrag von Maastricht, der am 1. November 1993 in Kraft trat, eingeführt, und gewährt den Bürgerinnen und Bürgern in der EU zahlreiche Rechte mit direkten Auswirkungen auf ihr tägliches Leben. Diese Rechte bestehen zusätzlich zu denen im Rahmen der nationalen Staatsbürgerschaft.

Die wenigsten Menschen wissen jedoch um "ihre" Unionsbürgerrechte, wie dem Recht auf Leben und Arbeiten in einem anderen EU-Mitgliedsland oder dem passiven und aktiven Wahlrecht bei Kommunalwahlen und zum Europäischen Parlament im jeweiligen EU-Wohnsitzland. Zusätzlich gibt es mit dem Inkrafttreten der Europäischen Bürgerinitiative erstmals eine direkte Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen politische und rechtliche Forderungen an die Europäische Kommission heranzutragen.

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