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Partner für Sport und Bildung am Start: Neue Chance für Talente aus der Region

Partner für Sport und Bildung

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Mit dem neu gegründeten Verein "Partner für Sport und Bildung" geht im Rhein-Kreis Neuss ein einzigartiges Projekt an den Start: Unter dem Motto "Karriereplanung mit System" werden erstmals auf regionaler Ebene der Förderungsbedarf des Sports und die Unterstützungsangebote der heimischen Unternehmen zentral ermittelt und gebündelt. Christian Neureuther hat die Patenschaft über die Initiative übernommen. "Mir geht das Herz auf, wenn ich sehe, wie hier Menschen ein Herz für den Sport zeigen", so der ehemalige Skirennläufer.

Der "Partner für Sport und Bildung e. V." verbindet Vertreter aus Wirtschaft, Bildungswesen, Politik, Verwaltung und Sport. Gemeinsam stehen sie für ein zukunftsweisendes Konzept mit breiter Ausstrahlungskraft, das nun in die Realisierungsphase geht. Binnen Jahresfrist soll eine halbe Million Euro für diesen Zweck gesammelt werden,

400 000 Euro sind bereits beisammen. Ins Präsidium gewählt wurden Christoph Buchbender, Vorstand RheinLand Versicherungen, Weltklassefechter Nicolas Limbach sowie Michael Scharf, Leiter des Olympiastützpunkts Rheinland, und Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats. Schatzmeister ist Tim Schmiel, Geschäftsführer VM Vermögens-Management GmbH.

"Sportler sind gute Typen, denn sie bringen eine Menge wertvoller Eigenschaften mit. Für die Wirtschaft sind sie immer ein Gewinn", ist Christoph Buchbender überzeugt. Und auch Jürgen Steinmetz ist gewiss: "Durch die gebündelte Leistungsförderung junger Talente und die Verbindung von Wirtschaft und Sport steigern wir Attraktivität und Lebensqualität im Rhein-Kreis Neuss."

Ziel des Führungsteams und seiner Mitstreiter ist es, Talenten neue Möglichkeiten zu eröffnen, auf professionellem Niveau Leistungssport zu betreiben ohne die schulische und berufliche Laufbahn vernachlässigen zu müssen. Denn, so weiß Nicolas Limbach: "Um als junger Mensch Höchstleistungen bringen zu können, muss man den Kopf frei haben. Sorgen, Ängste und existenzielle Probleme sind absolute Leistungsvernichter." Mit ihrem Engagement wollen die "Partner für Sport und Bildung" junge Hoffnungsträger langfristig an die Region binden, indem ihnen die in einem Sponsorenpool zusammengefassten Institutionen und Firmen neben monetärer und materieller Unterstützung auch attraktive Ausbildungs- und Karriereperspektiven bieten.

"Eine strukturierte und koordinierte Laufbahnberatung ist für junge Sporttalente ein Muss - nicht nur auf dem Weg nach Olympia. Die frühzeitige Sensibilisierung und Beratung bei einer Dualen Karriere ist der einzig richtige Weg", begründet Michael Scharf das neue Angebot. Es gibt drei zentrale Sponsoringbereiche: die Unterstützung mit finanziellen Mitteln, die Hilfe bei Mobilität, Wohnung, Bekleidung oder Transport sowie das Angebot von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, Stipendien und ähnlichem. Der Verein übernimmt die Bündelung von Angebot und Nachfrage. Weitere Aufgaben sind die Vermittlung und Empfehlung bei der Vergabe von Fördermitteln sowie Koordination und Organisation sämtlicher Vereinbarungen.

"Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Sportler und Sportvereine für sich gesehen keine ausreichenden Möglichkeiten zur Generierung finanzieller Mittel und zur gezielten Sponsorenakquise haben", hieß es in der Gründungsversammlung. Hinzu komme, dass potenzielle Sponsoringgeber und -nehmer häufig gar nichts voneinander wüssten.

Beim "Partner für Sport und Bildung e. V." handelt es sich um eine Weiterentwicklung der "Partner des Sports", einem seit 1999/2000 bestehenden, informellen und freiwilligen Zusammenschluss mittelständischer Unternehmen. Das Handlungsfeld wird nun um den wichtigen Aspekt der beruflichen Laufbahnförderung ergänzt. Der Rhein-Kreis Neuss hatte zuvor bei der Deutschen Sporthochschule in Köln ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Sponsoringsituation der Spitzensport treibenden Vereine in der Region untersuchen sollte. Die wichtigste Empfehlung lautete, eine Dachmarke "Spitzensport" zu entwickeln.

Der Fokus liegt auf Jugendlichen, die bei einem der hiesigen Vereine ausgebildet werden und perspektivisch Olympioniken und Nationalspieler werden können. Den Klubs obliegt es vor diesem Hintergrund, talentierte Sportler zu benennen und deren Förderbedarf anzumelden. Näheres wird durch individuelle Kooperationsvereinbarungen geregelt, die der "Partner für Sport und Bildung e. V." als Serviceleistung für die Sponsoren administrativ begleitet beziehungsweise selbst aufsetzt. Die Schwerpunkte liegen auf Handball, Hockey und Fechten. Die Liste kann aber noch jederzeit ergänzt werden.

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