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Dezernent Karsten Mankowsky © Rhein-Kreis Neuss | Volle Größe

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Netzwerk EurSafety Health-net mit Sitz im Rhein-Kreis Neuss geehrt

Gesundheit |

Das grenzüberschreitende Projekt zur Prävention von Krankenhausinfektionen und zur Stärkung der Patientensicherheit EurSafety Health-net wurde jetzt von der Landesinitiative "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" mit dem Gesundheitspreis ausgezeichnet.

Das Netzwerk entwickelt Aktivitäten entlang der gesamten deutsch-niederländischen Grenze unter Einbindung aller wichtigen Partner im Gesundheitswesen. Hierbei stehen insbesondere der Schutz vor Infektionen im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung und der Schutz vor Erregern mit Antibiotikaresistenzen (z.B. MRSA, ESBL, VRE) im Mittelpunkt. Zielgruppen sind Patienten, deren Angehörige sowie im medizinischen Bereich tätiges Personal.

In das Netzwerk von EurSafety Health-net wurden viele Akteure des Gesundheitswesens entlang der gemeinsamen Grenze, die tagtäglich mit so genannten Krankenhaus-Infektionen und antibiotikaresistenten Erregern umgehen, eingebunden.

Der Rhein-Kreis Neuss mit seinem Gesundheitsamt hat als "Work package Leader" die fachliche und organisatorische Federführung für die Durchführung des Projektes in der euregio-Region Rhein-Maas-Nord inne.

Im Rhein-Kreis Neuss gehören dem Netzwerk die Vertreter aller Krankenhäuser, Vertreter der niedergelassenen Ärzte, Vertreter der Alten- und Pflegeheime, Labormediziner, Mikrobiologen und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst an. Hier stehen bei den regelmäßigen Treffen besonders die Beseitigung typischer Schnittstellenprobleme, wie die Weitergabe wichtiger Informationen und der rationale, nicht stigmatisierende Umgang mit MRSA-besiedelten Patienten, im Vordergrund. 

Mit einer Smartphone-App, die vom Gesundheitsamt im Rhein-Kreis Neuss entwickelt wurde, werden relevante Fakten zielgruppengerecht aufbereitet. Mehr als 2200 Downloads bisher, zeigen das große Interesse der  Bevölkerung an diesem Thema.

Alle Akutkrankenhäuser im Rhein-Kreis Neuss nehmen seit 2007 an der Netzwerkarbeit teil. Sie haben sich auf die Erfüllung grenzüberschreitend vergleichbarer Qualitätskriterien verpflichtet. Die Umsetzung wird durch das Gesundheitsamt gemeinsam mit den Projektkoordinatoren überprüft und führt bei Erfolg zur Kennzeichnung mit den EurSafety Health-net Qualitäts- und Transparenzsiegel.

Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky meint: "Das kontinuierliche Bemühen aller am Netzwerk Beteiligter um die Erhöhung der Patientensicherheit wurde jetzt  zur Recht von der Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen gewürdigt. Der Schutz  vor multiresistenten Erregern ist nur in einer gemeinsamen Anstrengung aller an der medizinischen Versorgung beteiligter Berufsgruppen erreichbar. Mit der Schaffung des Netzwerkes hat sich die sektorenübergreifende Kommunikation und Kooperation erheblich verbessert. Außerdem sind eine Reihe gesundheitlicher Dienstleistungsangebote für beteiligte Institutionen, Mitarbeiter und Patienten geschaffen worden.

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