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A 1-Brücke gesperrt: Landrat Petrauschke fordert schnellstmögliche Lösung

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Landrat Hans-Jürgen Petrauschke

Straßenbau |

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sieht die überraschende Sperrung der Leverkusener Rheinbrücke der Autobahn 1 für den Schwerlastverkehr mit großer Sorge. "Ein solcher Schritt zeigt, wie fragil unsere Verkehrsinfrastruktur inzwischen geworden ist", so Petrauschke. Die Sperrung tangiere auch den Gütertransport in den Dormagener Chemiepark sowie andere Teile des Rhein-Kreises Neuss ganz erheblich. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die wirtschaftlichen Erfolge unserer Unternehmen und damit zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet werden, weil die Investitionen in den Ausbau unseres Straßennetzes stocken", sagt der Landrat.

Auf der A 1-Brücke waren neue Schäden festgestellt worden. Sie wurde deshalb für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen gesperrt. "Sicherheit hat Vorrang", weiß Petrauschke. Er rief die Verantwortlichen allerdings auf, "gemeinsam und schnellstens dafür zu sorgen, dass die Logistik über den Rhein wieder reibungslos funktioniert". 

Petrauschke erinnerte in diesem Zusammenhang an die Verkehrspläne der Initiative "Metropolregion Rheinland", die auf breite Zustimmung gestoßen sind: "Die zweifellos vorhandenen Lücken und Qualitätsmängel in unserem Verkehrsnetz müssen geschlossen werden, wenn wir unsere Wirtschaftskraft erhalten und das Leben unserer Berufspendler erträglicher machen wollen." Die Initiative hatte 21 Wunschprojekte vorgestellt, die spätestens bis 2015 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden sollten.

"Das Rheinland ist mit 7,4 Millionen Einwohnern nicht nur die bevölkerungsstärkste Region in Deutschland, sondern zählt auch 1,5 Millionen Autopendler, die höchste Kfz-Dichte sowie viele ohnehin schon überlastete Transitstrecken. Dem müssen wir einfach Rechnung tragen, und das so effizient wie möglich", betont Petrauschke. Beim Thema "Verkehr" säßen Regionen, Kreise, Kammern und Kommunen in einem Boot, "und da ist es sinnvoll und gut, wenn wir Rheinländer in die gleiche Richtung rudern".

Wie lange die Sperrung auf der A 1 gilt oder ob sie dauerhaft bleiben muss, wird sich erst nach genauerer Untersuchung des Schadensausmaßes ergeben. Entscheidend wird auch sein, ob die Schäden überhaupt noch zu reparieren sind. Der Landesbetrieb Straßen.NRW steht mit Bezirksregierung und Polizei in Kontakt, um Ausschilderung und Umleitung möglichst rasch zu komplettieren und durch Kontrollen das Befolgen der Sperrung sicher zu stellen.

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