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Schulsozialarbeiterin Petra Schmitz: Sie hat Kinder aus bedürftigen Familien im Fokus

Portrait

Petra Schmitz

Jugend |

Sie will in Korschenbroich finanziell schlecht gestellte Familien erreichen. Schulsozialarbeiterin Petra Schmitz ist seit Anfang des Jahres im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Ihre Aufgabe: Im Auftrag des Rhein-Kreises Neuss macht sie das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) in der Stadt bekannt. Bedürftige Familien erhalten mit ihrer Hilfe Geld für Klassenfahrten, Mittagessen und Schulbedarf ihrer Kinder.

Der Bedarf ist da, weiß die Diplom-Sozialarbeiterin. So haben knapp 600 Korschenbroicher Kinder und Jugendlichen Anspruch auf Mittel aus dem BuT-Topf. Diese Berechtigten versucht Petra Schmitz über Jugendamt, Jobcenter und Sozialamt, aber auch über Sportvereine, Kleiderkammer, Anbieter freier Jugendarbeit, Schuldnerberatung und Ärzte zu erreichen.

31 Schulsozialarbeiter machen - ähnlich wie Petra Schmitz, die in Korschenbroich im Schulverwaltungsamt der Stadt eingebunden ist - im Kreisgebiet auf das BuT aufmerksam. Sie alle wurden vom Rhein-Kreis Neuss über das Technologie-Zentrum Glehn eingestellt. Während die Kollegen in Neuss, Grevenbroich, Dormagen, Kaarst und Meerbusch meist für eine oder mehrere Schulen zuständig sind, ist in Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen jeweils ein Sozialarbeiter Ansprechpartner für die bedürftigen Familien. So ist Petra Schmitz im gesamten Korschenbroicher Stadtgebiet unterwegs.

"Dies ist in Korschenbroich auch sinnvoll, da die berechtigten Kinder überall im Stadtgebiet wohnen", erläutert Jochen Stürznickel vom TZ Glehn. Gemeinsam mit André Fitzner koordiniert er den Einsatz der Schulsozialarbeiter und lädt regelmäßig zu einem kreisweiten Austausch ein. "Für mich als Einzelkämpferin sind diese Treffen enorm wichtig", betont Petra Schmitz. "Hier tauschen wir Erfahrungen aus, wie wir die Familien am besten ansprechen können."

Kurze Wege in Korschenbroich

Wichtig ist für die 52-Jährige der enge Kontakt zu anderen Ämtern. "Die Kollegen von der Stadt und auch die Mitarbeiter vom Jobcenter sind sehr kooperativ", sagt sie. "Wir profitieren alle von den kurzen Wegen." Aus Datenschutzgründen kennt die Schul-Sozialarbeiterin selbstverständlich nicht die Namen der anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen. Sie ist darauf angewiesen, dass die Familien sich an sie wenden. So macht die 52-Jährige oft abends und an den Wochenenden Werbung für die Leistungen aus dem BuT, etwa bei Elternabenden und Schulfesten. Diese Unterstützung umfasst Geld für die Mittagsverpflegung ebenso wie für Schulausflüge und Klassenfahrten, Schulbedarf, Schülerbeförderung, Nachhilfe sowie Zuschüsse unter anderem zu den Mitgliedsbeiträgen in Sportvereinen.

Anspruch auf Leistungen aus dem BuT haben übrigens nicht nur Hartz IV-Empfänger, sondern auch Bezieher von Wohngeld oder Kinderzuschlag. Auch wenn das Einkommen nicht ausreicht, um Ausflüge oder Vereinsbeiträge zu finanzieren, können sich Familien an Petra Schmitz wenden. "Viele Eltern trauen sich einfach nicht, an mich heranzutreten oder wissen nicht, welche Anträge sie stellen müssen", berichtet die Sozialarbeiterin, die auch Hilfe beim Ausfüllen der Formulare anbietet. Sie ist selbst Mutter von drei Kindern im Alter von 32, 29 und 15 Jahren und weiß, dass viele Familien mit den außergewöhnlichen Ausgaben für Klassenausflüge oder Schulbedarf überfordert sind.

Petra Schmitz bietet neben Sprechstunden in ihrem Korschenbroicher Büro an der Friedrich-Ebert-Straße 3 auch Hausbesuche an. Zu erreichen ist sie unter Telefon 02161 613-243 oder 0172 8218377.

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