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Wirtschaftsdialog: Lebensmittelproduktion ist grenzüberschreitender Wachstumsmotor

Deutsch-Niederländisch-Flämischer Wirtschaftsdialog auf Schloss Dyck (von links): der niederländische Generalkonsul Dr. Henk Voskamp, sein belgischer Amtskollege Nicolaas Buyck sowie Twan Beurskens, Deputierter für Wirtschaft der Provinz Limburg, und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

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Mit grenzüberschreitenden Kooperationen können Unternehmen und Initiativen aus der Lebensmittelproduktion nicht nur ihre eigene Zukunftsfähigkeit, sondern die einer ganzen Region stärken. Zu diesem Schluss kamen rund 100 Teilnehmer beim Deutsch-Niederländisch-Flämischen Wirtschaftsdialog auf Schloss Dyck. Ausrichter waren der Rhein-Kreis Neuss, das Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande, die NRW.International GmbH, der Greenport Venlo, die Rabobank sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Kreises Neuss.

Ziel der Veranstaltung mit dem Titel "Lebensmittelproduktion - Wachstumstreiber in einer innovativen Region" war es, bereits bestehende transnationale Kooperationen aufzuzeigen und herauszufiltern, welche darüber hinausgehenden Initiativen noch möglich sind.

"Mit knapp 4000 niederländischen und belgischen Unternehmen in NRW sind die Niederlande und Belgien zwei der wichtigsten Wirtschaftspartner für uns. Wir profitieren und lernen voneinander, und sogleich schaffen wir Synergien für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen", so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Ein "Europa ohne Grenzen" wünschen sich etwa die Initiatoren der so genannten "Porter Studie", einer Untersuchung über grenzüberschreitende Wirtschaftskraft in den Regionen Venlo und Niederrhein. Ergebnis: Es gibt bereits zahlreiche Kooperationen bei der Lebensmittelproduktion. Zwei erfolgreiche Projekte wurden auf Schloss Dyck näher vorgestellt: "Food Future" und "Food 2 Market". Sie unterstützen Unternehmen aus dem deutsch-niederländisch-flämischen Grenzbereich bei der Umsetzung von Innovationen und neuen Technologien und zeigen Möglichkeiten auf, über die Grenzen hinweg tätig zu werden.

Außerdem konnten sich die Teilnehmer bei sechs Workshops austauschen. Politische Unterstützung bekamen sie nicht nur von Landrat Petrauschke, sondern auch von den Generalkonsulen der Niederlande und Belgiens, Dr. Henk Voskamp und Nicolaas Buyck, sowie dem Deputierten für Wirtschaft der Provinz Limburg, Twan Beurskens. Sie unterstrichen in ihren Grußworten jeweils die Bedeutung der Zusammenarbeit. Nach fünf Stunden intensiver Zusammenarbeit konnten im entspannten Rahmen neue Ideen geformt und grenzüberschreitende Kontakte geknüpft werden.

Der "AgroFood"-Sektor hat bereits eine große Bedeutung in den beteiligten Ländern. So sind in der Region Niederrhein rund 11 000 Arbeitnehmer in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion beschäftigt. Damit zählt der Sektor zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren, der sich auch während der jüngsten Finanzkrisen als stabil erwiesen hat. Ausschlaggebend dafür ist die dichte Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich, die von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die handwerkliche und industrielle Herstellung bis hin zum Einzelhandel reicht. Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützen die Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

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