Portraitfoto
Landrat Petrauschke setzt sich für Verbesserungen auf der Zugstrecke RB 38 ein © M. Schiffer | Volle Größe

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

RB 38: Landrat für Priorität bei der Zugstrecke Grevenbroich - Neuss

Verwaltung |

Der Rhein-Kreis Neuss mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an der Spitze setzt sich für gute Zugverbindungen von Grevenbroich nach Neuss und Düsseldorf ein. "Ein besseres Platzangebot in den Spitzenzeiten soll über die Ausschreibung des VRR im kommenden Jahr für die RB 38 realisiert werden. Darauf muss sich die Politik im Interesse der Fahrgäste konzentrieren", so Petrauschke. Eine Verlängerung der geplanten S-Bahn-Strecke Köln - Horrem - Bedburg nach Grevenbroich mache dagegen wenig Sinn, "weil es in Richtung Düsseldorf weitaus mehr Passagiere gibt als in Richtung Horrem".

Eine Machbarkeitsstudie des Gutachterbüros Spiekermann bestätigt dies. Der Verkehrsausschuss des benachbarten Rhein-Erft-Kreises hat sich gerade damit auseinandergesetzt. In der Sitzungsvorlage wurde dargestellt, dass das S-Bahn-Projekt zwischen Köln und Bedburg dringend weiterverfolgt werden sollte. Gleichzeitig ist darauf hingewiesen worden, dass eine Verlängerung der S-Bahn in Richtung Grevenbroich aufgrund der sehr geringen Einsteigerzahlen ein drastisches Absinken des Nutzen-Kosten-Indikators zur Folge hätte. Auch hierdurch wird die Auffassung des Landrates bestätigt.

Mit dem Regionalexpress 8 und der Regionalbahn 27 erreicht man Köln bereits heute von Grevenbroich aus in 33 Minuten. Die RB 38 über Bedburg nach Köln braucht jedoch von Grevenbroich eine Stunde und acht Minuten. "Insofern ist diese Verbindung für die Grevenbroicher uninteressant", folgert Petrauschke. Auch eine S-Bahn würde keine Fahrzeitverkürzung gegenüber dem derzeitigen Stand bedeuten. "Die Einrichtung eines zusätzlichen Haltepunkts in Bergheim-Zieverich dürfte eventuelle Zeitvorteile wieder zunichte machen", so der Landrat.

Eine S-Bahn-Strecke Grevenbroich - Neuss - Düsseldorf war bereits vor mehreren Jahren in der "Integrierten Gesamtverkehrsplanung" des Landes Nordrhein-Westfalen als langfristige Maßnahme mit der Stufe 2 ("Umsetzung nach 2015") klassifiziert worden. "Eine Neubewertung sollte in einer Fortschreibung erfolgen, die es jedoch bis heute nicht gibt. Insofern sollten sich die S-Bahn-Befürworter an den Landtag und nicht an den Landrat wenden", so Petrauschke.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.