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"Care Migration" organisierte Ausflug: Migranten und Deutsche erkundeten einen Tag lang den Rhein-Kreis

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Landrat-Vertreter Jürgen Steinmetz begrüßte die Ausflügler auf Schloss Dyck

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Eine Gruppe von Deutschen und Migranten aus 13 Nationen unternahm jetzt eine Tagestour durch den Rhein-Kreis Neuss. Organisiert wurde der vom Rhein-Kreis Neuss, von der Stadt Neuss und der Bürgerstiftung Neuss gesponserte Busausflug von dem Programm Care Migration. Dieses Projekt fördert die interkulturelle Begegnung und will Deutsche und Migranten zusammen bringen.

Auf Schloss Dyck begrüßte Jürgen Steinmetz, der Allgemeine Vertreter des Landrates, die 43 Ausflugsteilnehmer. "Der Rhein-Kreis Neuss ist so groß, dass viele noch nicht überall gewesen sind, und so schön, dass man ihn zumindest einmal gesehen haben muss", sagte Steinmetz. Er wies die Gruppe darauf hin, dass viele Dinge, die bei dem Ausflug auf dem Programm standen, auch im neu erschienenen Buch "55 Dinge, die man im Rhein-Kreis Neuss erlebt haben muss" empfohlen werden.

Den Wohn- und Lebensort kennenlernen und damit Integration fördern - das war das Ziel des Ausflugs, der in alle acht Städte und Gemeinden des Rhein-Kreises Neuss führte. Höhepunkte waren dabei die Stationen in Zons, am Aussichtspunkt des Braunkohletagebaus Garzweiler, auf Schloss Dyck mit einer Führung durch das Schloss, in Liedberg, auf dem Tuppenhof mit einer Führung und in der Skihalle. Informationen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten waren im Vorfeld erarbeitet worden, so dass über die Tagestour hinaus viele landschaftliche und architektonische Sehenswürdigkeiten des Kreises zum Gesprächsthema wurden.

Für Despina Kosmidou, Initiatorin der Programms Care Migration, ist wichtig, dass Deutsche und Migranten sich auf Augenhöhe begegnen. Care Migration ist im Jahr 2010 mit dem ersten Platz des Integrationspreises des Rhein-Kreises Neuss prämiert worden. Für Kosmidou sind Begegnungen "sehr wichtig, um einen Zugang zu anderen Kulturen zu bekommen und das Verständnis füreinander zu ermöglichen". "Oftmals scheitert eine Kontaktaufnahme in Eigenregie an den Berührungsängsten, die beide Seiten haben", so die Sozialpädagogin.

Die Teilnehmer von Care Migration erhalten ein kostenloses Training, das auf bürgerschaftliches Engagement vorbereiten soll. Auch nach der Vermittlung eines interkulturellen Kontakts besteht die Möglichkeit, an den monatlichen Gruppentreffen und an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Dabei gehören drei Säulen zu dem Programm: Trainingseinheiten für Deutsche und Migranten, Vermittlung eines interkulturellen Kontakts sowie Gruppentreffen. Bei den Gruppentreffen stehen der Austausch und gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm, zum Beispiel Fahrten zum Hindutempel in Hamm, zur Moschee in Duisburg oder zur Synagoge in Düsseldorf, Kochnachmittage, der Besuch im Haus der Geschichte in Bonn, eine Fahrt nach Berlin auf Einladung von Hermann Gröhe (MdB) oder auch Grillabende und Erdbeerpflücken beim Bauern.

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