Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Geplanter Konverter in Meerbusch: Landrat Petrauschke protestiert

"Nicht nachvollziehbar": Landrat Hans-Jürgen Petrauschke protestierte in einem Schreiben an die Bundesnetzagentur gegen den in Osterath geplanten Konverter der Firma Amprion

Wirtschaft |

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke unterstützt die Meerbuscher Bürgerinnen und Bürger, die sich über den von der Firma Amprion geplanten Konverter an der Strom-Autobahn Emden-Philippsburg sorgen. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum eine frühzeitige Festlegung auf die vorhandenen Knotenpunkte erfolgt und somit eine alternative Standortprüfung für großräumige Industrieanlagen unterbleibt. Hierdurch werden massive Eingriffe in die städtebauliche Entwicklung in Kauf genommen", so Petrauschke in einem Schreiben an die Bundesnetzagentur in Bonn.

"Der Rhein-Kreis Neuss spricht sich gegen die großräumige Inanspruchnahme von Freiraum und die damit einhergehenden erheblichen Eingriffe in das Landschaftsbild aus. Vielmehr sollte die Unterbringung entsprechender Anlagen in dafür geeignete Gewerbe- und Industriegebiete geprüft werden", schreibt Petrauschke. Der Rhein-Kreis Neuss fordert Amprion und die Bundesnetzagentur auf, "alle Planungsgrundlagen offen zu legen und durch eine begründete und nachvollziehbare Standortprüfung inklusive Alternativenbetrachtung sicherzustellen, dass die erforderlichen Großanlagen in dafür geeigneten Gebieten ohne Nähe zur Wohnbebauung errichtet werden".

Ein bedeutender Knotenpunkt der geplanten Gleichstrom-Leitungstrasse von Emden nach Philippsburg befindet sich im Meerbuscher Stadtteil Osterath. Nach vorliegenden Informationen soll dort auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern ein Konverter mit Gebäudekomplexen von bis zu 20 Metern Höhe entstehen. Vorgesehen ist dazu eine an die Wohngebiete angrenzende landwirtschaftliche Fläche neben der bereits vorhandenen Umspannanlage.

Der Landrat begrüßt grundsätzlich die Anstrengungen der Bundesregierung, die Energiewende voranzutreiben und den dafür erforderlichen Netzausbau zu beschleunigen. Dennoch: "Als Standort für die Energiewirtschaft hat der Rhein-Kreis Neuss bereits in der Vergangenheit einen erheblichen Beitrag zur nationalen Energieversorgung geleistet. Die aktuellen Planungen zur künftigen Entwicklung der Energiewirtschaft betreffen den Rhein-Kreis Neuss daher in besonderem Maße", so Petrauschke.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.