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Uwe Steimle mit Friedestrompreis des Rhein-Kreises Neuss ausgezeichnet

Friedestrom-Preisverleihung in Dormagen-Zons (v.l.n.r.): Hans-Jürgen Petrauschke, Preisträger Uwe Steimle, Mundartarchivleiter Achim Thissen, Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes und Laudatorin Anja Iven

Kultur |

Träger des Friedestrompreises 2012 ist der aus Dresden stammende Schauspieler, Kabarettist und Autor Uwe Steimle. Im Rahmen eines Festaktes auf Burg Friedestrom in Dormagen-Zons nahm Steimle die renommierte Auszeichnung aus den Händen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke entgegen. Die Laudatio hielt Anja Iven, Leiterin der WDR-Programmgruppe Unterhaltung Hörfunk.

Bereits seit 1986 verleiht der Rhein-Kreis Neuss mit seinem Internationalen Mundartarchiv "Ludwig Soumagne" alle zwei Jahre den mit 3600 Euro dotierten Friedestrompreis für besondere Verdienste um die deutschsprachige Dialektliteratur. "Der Friedestrompreis ist stets Ausdruck einer besonderen Wertschätzung gewesen", betonte Landrat Petrauschke in seiner Begrüßungsrede: "Die Reihe respektabler und prominenter Preisträger - von Hans Haid (1986) bis zuletzt Wolfgang Niedecken (2008) und Ina Müller (2010) - wird heute Abend um einen Allroundkünstler bereichert. In seinem Schaffen transportiert Uwe Steimler eine tiefe Verbundenheit mit seiner Sprache, die er in seinen Kabarettrollen auch zur Kunst werden lässt."

Zu Uwe Steimle

Im Juni 1963 geboren und aufgewachsen in Dresden, ist der Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle neben vielen anderen Rollen seinem Publikum besonders als Hauptkommissar Jens Hinrichs aus der TV-Krimireihe Polizeiruf 110 bekannt. Schon früh entdeckte Steimle seine Begeisterung für  die Schauspielerei, doch bevor er sich zu einem Studium an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig von 1985-1989 entschloss, absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Industrieschmied.

Nach dem erfolgreichen Hochschulabschluss ließen zahlreiche Engagements im Staatstheater Dresden, u. a. in Elias Canettis "Hochzeit" und in Brechts "Dreigroschenoper", am Dresdner Brett'l, an den Theatern in Halle und Erfurt, wo er das Ein-Personen-Stück "Helden wie wir" von Thomas Brussig vortrug, nicht lange auf sich warten. Seine Premiere im deutschen Fernsehen feierte Steimle bereits während seines Studiums 1987. Fünf Jahre später war der gelungene Erich Honecker-Imitator in seiner ersten Tatort-Verfilmung "Bauernopfer"  zu bewundern. Und 1993 löste Steimle seinen ersten Fall an der Seite von Kurt Böwe in "Polizeiruf 110 - Bullerjahn".

Dem ostdeutschen Publikum war der Komödiant schon lange als Autor des Dresdener Kabaretts "Die Herkuleskeule" bekannt. Die Kultfiguren Günther Zieschong und Ilse Bähnert machten ihn populär. Auch als Autor machte sich der viel begabte Schauspieler einen Namen. 1997 erschienen seine Texte unter dem Titel "Uns fragt ja keener - Ostalgie mit Frau Bähnert und Herrn Zieschong" als Buch. 1999 glänzte Steimle einmal mehr in der Rolle des arbeitslosen Günther Zieschong in seinem Soloprogramm. Seiner Heimatstadt ist Steimle treu geblieben. Für sein künstlerisches Schaffen erhielt Uwe Steimle zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 2003 den renommierten Kabarettpreis Salzburger Stier und 2005 den Adolf-Grimme-Preis.

Bisherige Preisträger des Friedestrompreises

  • 1986 Hans Haid
  • 1988 Walter A. Kreye
  • 1990 Fernand Hoffmann
  • 1992 Julian Dillier
  • 1994 H.C. Artmann
  • 1996 André Weckmann
  • 1998 Friedrich W. Michelsen
  • 2000 Peter Pabisch
  • 2002 Konrad Beikircher
  • 2004 Gerhard Polt
  • 2006 Gerd Dudenhöffer
  • 2008 Wolfgang Niedecken
  • 2010 Ina Müller

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