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"Netzwerke Sport und Bewegung" ziehen Bilanz

Personengruppe

Sie stellten die Projektergebnisse vor (v.l.): Anke Borhof vom Landessportbund, Prof. Dr. Volker Rittner von der Sporthochschule Köln, Landrat Vertreter Jürgen Steinmetz, Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens, Michaele Messmann (Sportamtsleiterin Korschenbroich), Richard Förg (Projektleiter an der Sporthochschule Köln).

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Gemeinsam neue Angebote für mehr Sport und Bewegung schaffen - das hatten sich die "Familienfreundlichen Netzwerke Sport und Bewegung im Rhein-Kreis Neuss" vorgenommen, als sie im Januar 2010 ins Leben gerufen wurden. Ihr Ziel: Sie wollten Kooperationen zwischen Sportvereinen, Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen aufbauen. Von Anfang 2010 bis Juni 2012 lief ein Modellprojekt in den drei Kommunen Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen, begleitet von der Sporthochschule Köln. Finanziell gefördert wurde es vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, dem Landessportbund NRW sowie dem Rhein-Kreis Neuss.

Koordiniert wurde das Projekt im Netzwerkbüro Sport und Bewegung. Dabei waren Netzwerkarbeit sowie die Erhebung von Daten zur Familienfreundlichkeit der Sportvereine die zentralen Bausteine. Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrates, Prof. Dr. Volker Rittner von der Sporthochschule Köln sowie Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens und die Korschenbroicher Sport- und Kulturamtsleiterin Michaele Messmann stellten jetzt die Ergebnisse vor.

Offene Sportnächte

Zwischen April 2011 und April 2012 wurden neun offene Sportnächte in Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen angeboten, um Jugendliche von der Straße zu holen. Diese Idee stammt ursprünglich aus der Großstadt, funktionierte aber auch in den ländlichen Kommunen des Rhein-Kreises Neuss. Unter der Aufsicht von Übungsleitern und Pädagogen nutzten zahlreiche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren die Chance, bis Mitternacht Sport zu treiben. Kreisjugendamt, die örtlichen Jugendzentren und Sportvereine sowie die Deutsche Sporthochschule arbeiteten dabei eng zusammen.

Sonntagssport

Sportvereine, Kindergärten, Schulen, die Verwaltung und weitere Partner luden an acht Projekttagen zum Sonntagssport ein. An diesen Veranstaltungen nahmen zwischen 50 und 80 Familien teil.

Weitere Maßnahmen

Daneben unterstützte das Netzwerk Sport und Bewegung Kooperationen zwischen Kindertagesstätten und Sportvereinen sowie zwischen Schulen und Sportvereinen. Auch kulturelle Einrichtungen wurden mit einbezogen: So konnten Besucher des "Landwirtschaftstages" im Kulturzentrum Sinsteden das Familienfußballabzeichen erwerben. Darüber hinaus wurden Eltern als Übungsleiter ausgebildet. In Arbeitskreisen und an Runden Tischen arbeiteten die Beteiligten an Projekten zur Verbesserung der Sport- und Bewegungslandschaft zusammen.

Vereine und Eltern wurden befragt

Rund ein Drittel der 338 Sportvereine im Rhein-Kreis Neuss beantwortete einen Fragebogen zum Thema Familienfreundlichkeit. Gefragt sind neben Kinderspielplätzen und Spielgeräten auf dem Vereinsgelände auch Räume, in denen sich die Kinder frei und sicher bewegen können. Knapp die Hälfte der befragten Vereine meldeten einen Rückgang der Mitgliederzahl im Kinder- und Jugendbereich durch Ganztagsschulen. Bei der Elternbefragung zeigte sich, dass knapp drei Viertel der befragten Mütter und Väter selbst Sport treiben. Über drei Viertel der Kinder sind Mitglied in einem Sportverein.

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