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Grünes Licht für Kommunales Integrationszentrum im Rhein-Kreis Neuss

Integration wird im Rhein-Kreis Neuss großgeschrieben. Bald soll ein Kommunales Integrationszentrum die Kräfte bündeln helfen. Dafür hat sich der Sozial- und Gesundheitsausschuss ausgesprochen

Soziales |

Der Sozial- und Gesundheitsausschuss des Rhein-Kreises Neuss hat einstimmig den Weg für ein Kommunales Integrationszentrum geebnet. Vorangegangen waren einvernehmliche Gespräche mit den Städten und Gemeinden. Nach dem Votum der Politiker unter Vorsitz von Dr. Hans-Ulrich Klose kann jetzt ein entsprechender Förderantrag beim Land gestellt werden.

"Bei uns sind alle Akteure schon miteinander verzahnt, so dass wir eine gute Basis für ein gemeinsames Integrationszentrum haben. Jetzt geht es an die konzeptionelle Arbeit", so Landratsvertreter Jürgen Steinmetz, der Sozialdezernent des Rhein-Kreises Neuss. Das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen schafft die Voraussetzungen dafür, dass künftig in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Kreis ein Kommunales Integrationszentrum errichtet werden kann.

Darin werden zwei integrationspolitische Ansätze zusammengeführt: die bisherigen "Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien", kurz RAA genannt, und das Landesprogramm "KOMM-IN". Damit sind die Bildung von der frühen Förderung bis zum Übergang von der Schule in den Beruf sowie die Koordinierung und Vernetzung der Integrationsarbeit die Kern­aufgaben der neuen Zentren. Sie sollen eine passgenauere Ausrichtung der Integrationsarbeit vor Ort ermöglichen und vom Land gefördert werden.

Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt die in der Integration von Migranten tätigen Verbände derzeit mit Zuschüssen von insgesamt 250.000 Euro. Um den Integrationsprozess auf Kreisebene weiter voran zu bringen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln, hat er einen Integrationsworkshop durchgeführt, der auf große Resonanz stieß.

Als Ergebnis wurde neben der Entwicklung von Leitlinien, Jahreszielen und Maßnahmen auf Beschluss des Kreistags eine Steuerungsgruppe "Integration" eingerichtet. Ziel ist die Organisation eines Lokalen Integrationsgipfels. Seit einigen Jahren fördert der Rhein-Kreis Neuss begabte Migranten durch ein Stipendium. Auch der von ihm ausgelobte Integrationspreis lenkt die Aufmerksamkeit auf das Thema. Im Rhein-Kreis Neuss leben derzeit 47.000 Ausländer, die rund elf Prozent der Bevölkerung ausmachen, Tendenz steigend.

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