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Neue Gesundheits-App des Rhein-Kreises Neuss: Wie schütze ich mich gegen multiresistente Keime?

3 Personen mit Smartphone

Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Amtsarzt Dr. Michael Dörr präsentieren die neue MRSApp

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Wie gefährlich sind multiresistente Keime? Was muss ich beachten, wenn ich infizierte Angehörige im Krankenhaus besuche? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt eine neue mobile Internet-Anwendung des Rhein-Kreises Neuss. Diese so genannte "MRSApp" gibt es kostenlos im Apple App-Store.

Was ist MRSA? Diese Abkürzung steht für "Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus" – einen Problemkeim, der insbesondere in Krankenhäusern und Altenheimen schwere Infektionen hervorrufen und mit nur noch wenigen Antibiotika behandelt werden kann. Die mobile Internet-Anwendung zeigt, wie sich zum Beispiel  Patienten und Besucher im Krankenhaus vor diesen Keimen schützen können. In kurzen Video-Clips werden geeignete Hygienemaßnahmen anschaulich dargestellt.

"Immer mehr Menschen nutzen Smartphones und Tablet-PCs. Wir reagieren als Kreisverwaltung auf diesen Trend und bieten vermehrt Serviceleistungen auch für mobile Anwendungen an", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der Präsentation der App gemeinsam mit Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky und Amtsarzt Dr. Michael Dörr.

Der Landrat zeigte sich erfreut darüber, dass die MRSApp im eigenen Haus programmiert wurde. So entwickelten im Frühjahr Amtsarzt Dr. Michael Dörr, Jürgen Graw und Siegfried Hauswirth vom Kreisgesundheitsamt die Idee einer Internetanwendung, um notwendige Informationen über multiresistente Keime sowohl an Patienten und deren Angehörige als auch an Ärzte, Pflegekräfte in Altenheimen und Krankentransportdienste weiterzugeben. In Zusammenarbeit mit Tobias Schellhorn von der IT-Abteilung des Rhein-Kreises Neuss wurde dieser Gedanke in die Praxis umgesetzt. Dabei drehte die Videoproduktionsfirma Makobene von Markus Bergen aus Neuss die Kurzfilme.

Bereits 2007 hatte das hiesige Gesundheitsamt das MRSA Netzwerk gegründet, zunächst zusammen mit den hygienebeauftragten Ärzten und Hygienefachkräften der Krankenhäuser. Im Jahre 2011 wurde das Netzwerk in den Verbund "EurSafety Health-net" auf Euregioebene integriert und mit europäischen Mitteln gefördert.

In Kürze ist eine Version der MRSApp für Mobiltelefone mit Android-Betriebssystemen geplant. Darüber hinaus wird es Übersetzungen auch in weiteren Sprachen für Patienten und Angehörige geben.

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