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Bildungs- und Teilhabepaket: Familien werden auch bei Schulbedarf unterstützt

Familien werden auch bei Schulbedarf unterstützt

Soziales |

Tornister, Sportzeug, Füller, Stifte, Taschenrechner und Hefte – zum Schuljahresanfang müssen Eltern tief in die Tasche greifen, um die Schulausstattung für ihr Kind zu finanzieren. Unterstützung erhalten dabei Eltern, die Leistungen nach dem SGB II erhalten, von Arbeitslosengeld über Sozialhilfe und Kinderzuschlag bis hin zum Wohngeld. Möglich wird dies durch das Bildungs- und Teilhabepaket.

Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats, weist darauf hin, dass Menschen in der Sozialhilfe und in der Grundsicherung für Arbeitsuchende automatisch das Schulbedarfspaket finanziert bekommen. "Wer dagegen Wohngeld bezieht oder den Kinderzuschlag, muss dieses Paket gesondert beantragen", sagt Steinmetz.

Nicht nur Schulbedarf wird aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für bedürftige Kinder und Jugendliche finanziert – auch Schulausflüge und Mittagsverpflegung, Nachhilfekosten, Musikschule und Sportvereinsbeiträge gehören zu dem Paket, das seit März 2011 Bildung und Teilhabe für alle ermöglichen soll.

Weniger Bürokratie bei Nachhilfekosten

In Zukunft sollen in NRW die Nachhilfekosten für Familien mit geringem Einkommen unbürokratischer als bisher übernommen werden. Der Rhein-Kreis Neuss hat sich mit für diese Änderung eingesetzt. Landrat-Vertreter Jürgen Steinmetz erklärt: "Bisher gab es Geld für Nachhilfe nur dann, wenn bei den Kindern die Versetzung oder der Schulabschluss gefährdet waren. Jetzt ist es möglich, die Schüler bereits früher zu fördern."

Bis Juli 2012 wurden kreisweit insgesamt über 25 000 Anträge auf Leistung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket gestellt. Am meisten nachgefragt war im Rhein-Kreis Neuss Unterstützung bei der Mittagsverpflegung (30 Prozent), gefolgt von finanzieller Hilfe bei der sozialen und kulturellen Teilhabe (20 Prozent), bei Schulausflügen und Klassenfahrten (19 Prozent), Schulbedarf (16 Prozent), Schülerbeförderung (10 Prozent) und Lernförderung (5 Prozent).

Bisher wurden rund 55 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen im Rhein-Kreis Neuss erreicht, wobei zum Teil auch mehrere Anträge eingereicht wurden. Für die Möglichkeiten im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets werben kreisweit über 30 Schulsozialarbeiter.

Weitere Informationen zu den Leistungen gibt es in der Informationsbroschüre "Bildungs- und Teilhabepaket", die in den Kreishäusern, Rathäusern und Jobcentern im Rhein-Kreis Neuss ausliegt, sowie im Internet.

Anträge können im jeweils örtlichen Jobcenter oder Rathaus eingereicht werden.

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