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Bildungs- und Teilhabepaket: Kreis und Kinderschutzbund Neuss arbeiten zusammen

Mehrere Personen präsentieren eine Broschüre

Engagieren sich gemeinsam für das Bildungs- und Teilhabepaket

Soziales |

Der Rhein-Kreis Neuss bleibt beim Bildungs- und Teilhabepaket in der Informationsoffensive. Im Juli war bereits mit dem Sportbund Rhein-Kreis Neuss eine Kooperationsvereinbarung getroffen worden, um noch mehr anspruchsberechtigte Kinder und Jugendliche zu erreichen. Jetzt ist auch der Deutsche Kinderschutzbund, Ortsgruppe Neuss, mit im Boot.

Nach der Einstellung von über 30 Schulsozialarbeitern und der Ausgabe von 25.000 Informationsbroschüren sollen die Möglichkeiten im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets weiter verstärkt bekannt gemacht werden. "Wir wollen so viele Kinder und Jugendliche wie möglich erreichen", sagte Landrat-Vertreter Jürgen Steinmetz bei der Unterzeichnung der entsprechenden Kooperationsvereinbarung mit Dr. Rosemarie Steinhoff und Hildegard Cunrady, beide Vorsitzende des Kinderschutzbundes Neuss, im Beisein von Kreissozialamtsmitarbeiterin Birgit Rothe. Mit seinem großen Engagement für Kinder, Jugendliche und Eltern sei der Deutsche Kinderschutzbund ein starker Partner, so Steinmetz.

Damit Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepakt auch bei den Empfängern ankommen, will der Deutsche Kinderschutzbund, Ortsverband Neuss, nun in enger Zusammenarbeit mit den Schulsozialarbeitern für das Paket werben. "Alle Kinder haben das Recht unter anderem auf Bildung, Spiel und Freizeit", betonte Dr. Rosemarie Steinhoff. "Wir wollen mit dafür sorgen, dass die anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen unbürokratisch Hilfe bekommen."

Bis Juli 2012 wurden kreisweit über 25.000 Anträge auf Leistung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket gestellt. Damit wurden rund 55 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen erreicht, für die zum Teil auch gleich mehrere Anträge eingereicht worden sind. Ziel des Kreises ist, in diesem Jahr die Quote auf zwei Drittel zu steigern.

Das Bildungs- und Teilhabepaket ermöglicht Eltern mit geringen Einkünften, ihren Kindern unter anderem Schulausflüge, Mittagsverpflegung und die Mitgliedschaft in einem Sportverein zu finanzieren. Ansprüche auf Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket haben Kinder und Jugendliche, deren Eltern Leistungen nach dem SGB II erhalten, von Arbeitslosengeld über Sozialhilfe und Kinderzuschlag bis hin zum Wohngeld.

Anträge können im jeweils örtlichen Jobcenter oder Rathaus eingereicht werden.

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