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Kommunales Integrationszentrum: Aufbau ist auf einem guten Weg

Hans-Werner Reisdorf, Jürgen Steinmetz, Hans-Peter Oebel, Maria Reinprecht-Kokkinis und Dr. Hans-Ulrich Klose

Machen sich für ein Kommunales Integrationszentrum stark (von links): Hans-Werner Reisdorf, Jürgen Steinmetz, Hans-Peter Oebel, Maria Reinprecht-Kokkinis und Dr. Hans-Ulrich Klose

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Beim geplanten Aufbau eines Kommunalen Integrationszentrums sind die mit Migrationsfragen beschäftigten Behörden und Verbände im Rhein-Kreis Neuss auf einem guten Weg. Diese Bilanz zogen Vertreter von Kreis und Stadt Neuss nach einer Konferenz im Neusser Barbaraviertel, wo der Caritas-Fachdienst für Integration und Migration zahlreiche Angebote macht.

"Bei uns sind alle Akteure schon miteinander verzahnt, so dass wir eine gute Basis für ein gemeinsames Integrationszentrum haben. Jetzt geht es an die konzeptionelle Arbeit", so Landratsvertreter Jürgen Steinmetz, der Sozialdezernent des Rhein-Kreises Neuss. Hans-Peter Oebel, Sozialamtsleiter der Stadt Neuss, schlug in die gleiche Kerbe: "Wir sind sehr froh, wenn das Integrationszentrum kommt, denn die Vernetzung unserer Arbeit ist ausgesprochen wichtig." Auch Dr. Hans-Ulrich Klose, der Vorsitzende des Kreissozialausschusses, sowie Hans-Werner Reisdorf und Maria Reinprecht-Kokkinis von der Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH zeigten großes Interesse an dem Projekt.

Das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen schafft die Voraussetzungen dafür, dass künftig in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Kreis ein Kommunales Integrationszentrum errichtet werden kann. In den Zentren werden zwei integrationspolitische Ansätze zusammengeführt: die bisherigen "Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien", kurz RAA genannt, und das Landesprogramm "KOMM-IN". Damit sind die Bildung von der frühen Förderung bis zum Übergang von der Schule in den Beruf sowie die Koordinierung und Vernetzung der Integrationsarbeit die Kern­aufgaben der neuen Zentren. Sie sollen eine passgenauere Ausrichtung der Integrationsarbeit vor Ort ermöglichen und vom Land gefördert werden.

Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt die in der Integration von Migranten tätigen Verbände derzeit mit Zuschüssen von insgesamt 250.000 Euro. Um den Integrationsprozess auf Kreisebene weiter voran zu bringen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln, hat er einen Integrationsworkshop durchgeführt, der auf große Resonanz stieß. Als Ergebnis wurde neben der Entwicklung von Leitlinien, Jahreszielen und Maßnahmen auf Beschluss des Kreistags eine Steuerungsgruppe "Integration" eingerichtet. Ziel ist die Organisation eines Lokalen Integrationsgipfels. Seit einigen Jahren fördert der Rhein-Kreis Neuss begabte Migranten durch ein Stipendium. Auch der von ihm ausgelobte Integrationspreis lenkt die Aufmerksamkeit auf das Thema. Im Rhein-Kreis Neuss leben derzeit 47.000 Ausländer, die rund elf Prozent der Bevölkerung ausmachen, Tendenz steigend.

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