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"Gemeinsam gegen Karies": Projekt des Kreisgesundheitsamts erfolgreich

Der Kampf gegen frühkindliche Karies in Dormagen wird bei einem Projekt unter Regie des Kreisgesundheitsamts aufgenommen

Gesundheit |

Der Kampf gegen frühkindliche Karies ist in Dormagen auf einem guten Weg. Diese Zwischenbilanz hat jetzt der Rhein-Kreis Neuss gezogen. Seit Anfang 2011 läuft das Projekt "Gemeinsam gegen Karies", das das Kreisgesundheitsamt in Zusammenarbeit mit der Stadt Dormagen sowie mit Gynäkologen, Hebammen, Kinder- und Zahnärzten entwickelt hat. "Dadurch konnten bereits 3000 Eltern beziehungsweise werdende Eltern erreicht werden. Wenn allein jeder Zehnte die Empfehlungen der Akteure umsetzt, gibt es in Dormagen 300 Fälle weniger an Nuckelflaschenkaries. Das ist schon eine Hausnummer", so Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky. An dem Projekt sind vier Kinderärzte, sechs Gynäkologen, 17 Hebammen, 16 Sozialarbeiter und 30 Zahnärzte beteiligt.

"Es geht im Wesentlichen um umfangreiche Aufklärung und damit um Vermeidung von frühkindlicher Karies beziehungsweise Nuckelflaschenkaries", erklärt der Leiter des Kreisgesundheitsamts, Dr. Michael Dörr. Das Vorsorgeprogramm startet bereits während der Schwangerschaft mit persönlichen Beratungen durch Gynäkologen. Kurz nach der Geburt wird es durch Hebammen und die Sozialdienste der Stadt Dormagen fortgesetzt. Bei den Früherkennungsuntersuchungen für sechs Monate beziehungsweise zwei Jahre alte Jungen und Mädchen nehmen sich Kinder- und Zahnärzte des Themas an.

Frühkindliche Karies, die nach Untersuchungen des Kreisgesundheitsamts aus dem Jahr 2010 kreisweit 16 Prozent der untersuchten drei- bis sechsjährigen Kinder in den Tagesstätten betrifft, stellt eine massive Beeinträchtigung dar. "Die Nahrungsaufnahme, die weitere Gebissentwicklung, die Sprachentwicklung und auch die soziale Akzeptanz sind in der Regel in Mitleidenschaft gezogen, wenn ein Kind in starkem Maß von frühkindlicher Karies betroffen ist", erläutert Zahnärztin Dr. Birgit Bartsch.

Nach einem festgelegten Zeitplan informieren die Fachleute daher Kinder und Eltern und überreichen ihnen situationsgerechte Informations- und Präsentpäckchen. Das Programm wird vom Arbeitskreis "Zahngesundheit" finanziell gefördert. Zu dessen Mitgliedern gehören der Rhein-Kreis Neuss, die gesetzlichen Krankenkassen, die Zahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung. Die Sponsoren Miradent, GABA und Oral-B unterstützen das Projekt mit Sachspenden.

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