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Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss: Maria Pluschnikow und Tingjun Wu starten im Studium durch

Mehrere Personen

Tingjun Wu (3.v.l.) und Maria Pluschnikov (4.v.l.) mit (v.l.) Kreisschuldezernent Tillmann Lonnes, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Projektleiterin Eva Schmitt-Roth, Torsten Götte (Leiter der Migrantenförderung) und Quirinus-Gymnasium-Leiter Ulrich Dauben

Bildung |

Maria Pluschnikow vom Erasmus-Gymnasium Grevenbroich und Tingjun Wu vom Bettina von Arnim-Gymnasium Dormagen erhielten jetzt das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss. Die beiden Abiturienten, die voraussichtlich ab Herbst an der Kölner Uni und an der RWTH Aachen studieren, werden monatlich mit 300 Euro unterstützt.

Für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sind die beiden Stipendiaten "Botschafter der Integration". "Sie haben durch intensive Leistung eine gute Leistung erbracht und sind damit ein positives Beispiel für andere Migranten", lobte der Landrat die beiden Abiturienten. Die im sibirischen Kolpaschewo in Russland geborene Maria Pluschnikov kam vor acht Jahren nach Deutschland – ebenso wie Tingjun Wu aus Najing in der Volksrepublik China konnte sie damals kein Deutsch. "Die erste Phase, das Erlernen der Sprache, war unheimlich schwer", sagt Maria Pluschnikov im Rückblick.

Unterstützung erhielt die Schülerin damals in einem Deutsch-Intensivkurs im Neusser Quirinus-Gymnasium. Begabte Schüler ausländischer Herkunft aus dem Rhein-Kreis Neuss, die kein oder wenig Deutsch können, fördert der Lehrer Torsten Götte hier mit seinem Team im Fach Deutsch. Auch Tingjun Wu aus Nanjing wurde hier fit gemacht für den Unterricht im Bettina von Arnim-Gymnasium. "Ich fand es schwer, Deutsch, Englisch und Latein gleichzeitig zu erlernen", sagt der heute 21-Jährige, der demnächst in Aachen Maschinenbau studieren will. Mathe und Physik sind seine Lieblingsfächer, in denen er auch bereits Nachhilfe erteilte.

Soziales Engagement zeigt Maria Pluschnikov, indem sie Schüler im Deutsch-Intensivkurs am Neusser Quirinus-Gymnasium unterstützt. Sie wählte Deutsch und Mathe als Leistungsfächer, erreichte einen Abiturdurchschnitt von 1,4 und würde gern Betriebswirtschaft studieren. Köln ist voraussichtliche ihre zukünftige Uni. Denn beim Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss, das seit 2010 in das NRW-Stipendien-Programm eingebunden ist, sind die Kölner Universität und die RWTH Aachen Kooperationspartner.

Seit 2009 vergibt der Rhein-Kreis Neuss ein Migranten-Stipendium an erfolgreiche Abiturienten, die im Rhein-Kreis Neuss leben, ursprünglich keine deutsche Staatsangehörigkeit hatten und mindestens die letzten drei Jahre im Rhein-Kreis Neuss zur Schule gegangen sind. Zudem müssen sie sich sozial engagieren. Finanziell gefördert werden die Stipendiaten maximal zehn Semester lang.

In einem Pressegespräch wurden die beiden Stipendiaten vorgestellt von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Kreisschuldezernent Tillmann Lonnes, Projektleiterin Eva Schmitt Roth, Torsten Götte, Leiter der "Migrantenförderung an der Schulform Gymnasium im Rhein-Kreis Neuss", und Ulrich Dauben, Leiter des Quirinus-Gymnasiums. Zuvor hatte eine Kommission die Stipendiatenauswahl getroffen. Zu ihr gehörten Tilmann Lonnes, Elke Stirken (Leiterin des Kreisschulamtes), Birte Wienands (Mitglied des Kreisschulausschusses), Elsbeth Faber (stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule An der Erft in Neuss), und Ulrich Dauben.

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