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Erhöhte Cyanidgehalte im Grundwasser an der Jülicher Landstraße in Neuss: Kreisumweltamt hebt Grundwasserentnahmeverbot zum Teil auf

Umwelt |

Für den Bereich Am Keutenhof, der Ridderstraße (Hausnummer 35 bis 40), Langenbachstraße, Tillmannstraße sowie der Schorlemerstraße (Hausnummer 1 bis 19 und 33 bis 41) wird das Grundwasserentnahmeverbot aufgehoben. Das teilt das Kreisumweltamt in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt mit.

Untersagt bleibt aber die Entnahme des Grundwassers über private Gartenbrunnen und Grundwasserpumpen an der Alten Aachener Straße, Hürtgener Straße, Saarstraße, Grefrather Weg (Hausnummer 1 bis 47 und 2 bis 60) und an der Jülicher Landstraße (Hausnummer 36 bis 180), zunächst bis zum 31. Dezember 2014. Förderung, Nutzung und Aufbringen von Grundwasser auf den Boden ist unabhängig von Menge und Nutzung in diesem Bereich nicht zulässig.

Das Grundwasser ist dort nach wie vor mit Cyaniden belastet. Diese Verunreinigung ist auf die Verfüllung einer ehemaligen Kiesgrube auf dem Gelände der heutigen Kreispolizeibehörde an der Jülicher Landstraße mit Haus- und Gewerbemüll, darunter auch cyanidhaltige Schlämme, zurückzuführen.

Die abströmende Schadstofffahne wird regelmäßig kartiert. Sie ist seit 2006 in Lage und Größe stabil. Die letzten Messungen ergaben maximale Cyanidbelastungen im Zentrum der Fahne von 0,15 mg/l. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegt für diesen Stoff bei 0,05 mg/l.

Im Zustrom auf den wieder freigegebenen Bereich hinter der Bahnlinie liegt die Cyanidbelastung unterhalb der Bestimmungsgrenze von 0,05 mg/l.

Das Kreisumweltamt führt die Beobachtungen des Grundwassers weiter fort.

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