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Bekenntnis zu Europa im Berufskolleg für Wirtschaft und Informatik

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Europaabgeordneter Karl-Heinz Florenz überreichte Jugendlichen aus dem Berufskolleg für Wirtschaft und Informatik den Europass Mobilität.

Europa |

Trotz aller Probleme ist Europa ein lohnendes Projekt. Zu diesem Schluss kam Landrat Hans-Jürgen Petrauschke beim Europatag am Berufskolleg für Wirtschaft und Informatik, das der Rhein-Kreis Neuss an der Weingartstraße in Neuss betreibt. Dort begrüßte Schulleiter Dieter Bullmann zahlreiche Gäste, unter ihnen den Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz, den Kreisschuldezernenten Tillmann Lonnes und Ruth Harte vom Informationszentrum "Europe Direct".  "Seitdem wir die EU haben, gibt es Frieden in allen beteiligten Ländern", unterstrich Landrat Petrauschke im Pädagogischen Zentrum der Schule die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit.

Das Organisationsteam um Koordinatorin Felizitas Schuh-Terhardt hatte sich im Vorhinein gefragt, ob ein Europatag Sinn macht, wenn die Medien Europa und den Euro vor dem Scheideweg sehen. "Unsere Schülerinnen und Schüler berichten jedoch immer wieder mit der Flamme der Begeisterung von ihren vielfältigen Auslandsbesuchen. Diese wollten wir nicht ausbrennen lassen und begingen den Europatag daher auch oder gerade deshalb wieder", so Schuh-Terhardt. Den Europatag 2012 stellte das Organisationsteam unter das Motto "Europa – quo vadis?"

Der Abgeordnete Florenz nahm das Thema zum Anlass, rund 200 Schüler zu ermutigen: "Die Europäische Union ist immer dann voran gekommen, wenn sie an der Wand stand. Wir haben derzeit kein Euro-, sondern ein Haushaltsproblem." Zehn Länder hätten einfach über ihre Verhältnisse gelebt, so der Politiker. Dem griechischen Arbeiter könne man nichts mehr wegnehmen, dann gäbe es Unfrieden. "Wir müssen die an die Kandare nehmen, die dafür verantwortlich sind", betonte Florenz. Deshalb forderte er einen Stabilitätspakt.

Auf die Nachfrage eines Schülers, was er über einen politischen Boykott der Fußball-Europameisterschaft denke, antwortete Florenz: "Wir müssen da hin fahren und den Menschen in der Ukraine klar ins Gewissen reden. Von einem politischen Boykott halte ich nichts." Der Europaabgeordnete zieht diplomatische Lösungen vor: "Ein Boykott ist wie ein Faustschlag auf den Tisch. Damit bewirken wir nichts".

Nach Vortrag und Diskussion übereichte Florenz Schülerinnen und Schülern, die im Herbst erfolgreich an betrieblichen Auslandsaufenthalten teilgenommen hatten, den "Europass Mobilität". Eingerahmt wurde der Vortrag von einer Informationsmesse, in denen die Jugendlichen ihre Erfahrungen aus zahlreichen Projekten jenseits der Bundesgrenzen präsentierten und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Rede und Antwort standen.

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