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Verdächtiges Hühnerfleisch: Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt ermittelt

Gesundheit |

Nachdem im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss Hinweise auf eine in Tschechien zurückgewiesene, möglicherweise verdorbene Hühnerfleischlieferung von einem Betrieb aus dem Kreisgebiet eingegangen ist, haben Kreisveterinär Dr. Gerhard Fischer und sein Team umgehend gehandelt. Noch am gleichen Tag wurde die Firma aufgesucht und acht Tonnen tiefgekühltes Hühnerfleisch sichergestellt.

Im Betrieb selbst gab es keine Auffälligkeiten. Von der vor Ort vorhandenen Ware wurden Proben gezogen. In Kürze wird zudem die Rücklieferung der nach Tschechien versandten Ware - rund 20 Tonnen - erwartet. Dr. Fischer: "Auch die werden wir beproben. Nach Vorliegen der mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse können wir dann Genaueres sagen."

Tschechische Veterinärbehörden hatten für das so genannte Separatorenfleisch aus Deutschland ein Verarbeitungsverbot erlassen und eine Schnellwarnung an die deutschen Behörden geleitet. Hintergrund waren Auffälligkeiten in Farbe und Geruch sowie falsche und fehlende Etikettierungen. Wie Dr. Fischer berichtet, konnte das betreffende Unternehmen nicht die Dokumente vorlegen, die für das Inverkehrbringen erforderlich gewesen wären. Dem Betrieb werde daher vorerst die Produktion und der Verkauf von Separatorenfleisch untersagt.

Info: Separatorenfleisch

Unter Separatorenfleisch versteht man maschinell von Knochen gelöstes Fleisch. Es kann zur Herstellung von hitzebehandelten Fleischerzeugnissen verwendet werden unter entsprechender Kennzeichnung. Es sieht Hackfleisch ähnlich, hat aber eine andere Zusammensetzung.

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