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Pflegekonferenz beobachtet die Schaffung neuer Heime kritisch

Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats

Sieht neue stationäre Pflegeeinrichtungen kritisch: Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats und Vorsitzender der Pflegekonferenz im Rhein-Kreis Neuss

Wirtschaft |

Die Pflegekonferenz im Rhein-Kreis Neuss beobachtet die Schaffung von weiteren stationären Pflegeeinrichtungen kritisch. Gründe dafür sind die sich ändernden Bedürfnisse älterer Menschen, fehlende Fachkräfte sowie die zusätzlichen Kosten und deren Finanzierung. "Das Angebot an vollstationären Pflegeheimen ist mit den bereits geplanten Einrichtungen ausreichend", hieß es in der Sitzung der Pflegekonferenz unter dem Vorsitz von Landratsvertreter Jürgen Steinmetz.

Zuvor waren Pläne bekannt geworden, dass in Rommerskirchen der Bau einer weiteren vollstationären Pflegeeinrichtung sowie von 33 altengerechten Wohnungen vorgesehen ist. "Die Bedarfsplanung für die Gemeinde Rommerskirchen stellt bis zum Jahr 2015 lediglich einen Fehlbedarf von 15 und bis zum Jahr 2025 von maximal 45 vollstationären Pflegeplätzen fest. Dies zeigt, dass zum jetzigen Zeitpunkt, aber auch in den nächsten Jahren, eine weitere vollstationäre Pflegeeinrichtung nicht notwendig ist", so Steinmetz. Die Pflegekonferenz forderte Träger und Investoren auf, dezentrale und kleinräumige alternative Angebote inklusive ambulanter und teilstationärer Einrichtungen zu schaffen.

Aufgabe der Pflegekonferenz ist die Mitwirkung bei der Sicherung und Weiterentwicklung der pflegerischen Angebotsstruktur einschließlich der ergänzenden Hilfen. Mitglieder der Pflegekonferenz sind neben den Vertretern des Kreises und der Pflegeeinrichtungen die Heimbeiräte und Pflegekassen, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, die kommunale Seniorenvertretung, die Arbeitsgemeinschaften der örtlichen Selbsthilfegruppen sowie Vertreter der kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

Die Pflegekonferenz im Rhein-Kreis Neuss tritt mindestens einmal jährlich öffentlich zusammen. Bei der Sitzung im Kreishaus Grevenbroich wurden auch die Eckpunkte der Landesregierung zur Reform des Wohn- und Teilhabegesetzes sowie des Landespflegegesetzes vorgestellt und besprochen.

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